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Spannungen zwischen China und den USA beeinflussen den Eurokurs

Spannungen zwischen China und den USA beeinflussen den Eurokurs

09 August 2019

Der Handelskrieg zwischen China und den USA wurde wieder angefacht und mit zunehmenden Spannungen wird auch der Devisenmarkt beeinflusst. Anleger kaufen sichere Währungen den Schweizer Franken oder den japanischem Jen und schweizer sowie japanische Entscheidungsträger stehen unter Handlungsdruck, um eine Überbewertung ihrer Währungen zu stoppen.

Spannungen verlagern sich auf den Devisenmarkt

Die Handelsspannungen zwischen den USA und China bestehen seit vielen Monaten, wobei beide Länder Zölle auf importierte Waren erheben. Der Handelskrieg wurde vor kurzem erneut angefacht und zusätzlich in einen anderen Bereich verlegt - den Devisenmarkt. Diese Woche beschloss das US-Finanzministerium, China als Währungsmanipulator zu bezeichnen, da die Volksbank von China den Renminbi / US-Dollar-Wechselkurs erheblich schwächen liess.

Safe-Haven-Assets sind auf dem Vormarsch

Infolgedessen haben sichere Vermögenswerte neue Höhen erreicht. Als sicherer Hafen gelten üblicherweise Gold, Schweizer Franken und japanische Yen. Die Goldpreise sind seit Jahresbeginn um 14% gestiegen. Der Yen hält ab sofort den Titel der Währung mit der besten Wertentwicklung in diesem Jahr und notierte gegenüber dem US-Dollar erneut höher - um 3% fiel der US-Dollar am Montag auf 105,90 ¥. Die Anleger sind heutzutage auch daran interessiert, Schweizer Franken zu kaufen, Da der Schweizer Franken Euro Kurs der stärkste seit mehr als zwei Jahren ist. Chinas Bestreben, seine Währung zu schwächen, hat Bedenken hinsichtlich der Prognose der Weltwirtschaft geweckt, was wiederum dazu führt, dass Vermögenswerte in sicheren Häfen, einschließlich des CHF, derzeit die attraktivste Investition sind. Die starke Nachfrage nach Schweizer Franken und JPY führte zu Fragen von Analysten und Experten, ob es nicht höchste Zeit für die jeweiligen Zentralbanken ist, einzugreifen, da die Währungen der sicheren Häfen zu stark und überbewertet werden. Die Nachfrage nach sicheren Häfen wird laut Experten weiter steigen, da der Handelskrieg eskaliert und die Sorgen um die Weltwirtschaft zunehmen.

Wird die SNB auf den tiefen Eurokurs reagieren?

Die Schweizerische Nationalbank hatte zuvor auf einen zu starken CHF reagiert und am Devisenmarkt interveniert. Wird das jetzt der Fall sein? Möglicherweise ist dies bereits geschehen, da einige Daten aus den letzten 14 Tagen darauf hindeuten könnten, dass die SNB einen gewissen Betrag an Schweizer Franken verkauft hat, um ihre Aufwertung zu stoppen. In diesem Fall wäre es das erste Mal seit zwei Jahren, dass die SNB einen solchen Schritt unternimmt. Wir können jedoch nicht sicher sein, da die SNB diese Berichte nicht kommentiert und die Intervention nicht bestätigt. Der Verkauf von Schweizer Franken ist nicht die einzige Möglichkeit für die SNB, ihre Währung zu kappen. Zum anderen müssen die Kurse gesenkt werden, um den Franken Wechselkurs zu schwächen. Die SNB steht unter dem Druck, in die eine oder andere Richtung zu handeln, da eine zu starke Währung nicht gut für die Wirtschaft ist. Es ist zu erwarten, dass die SNB ihre Intervention fortsetzt und die Zinsen weiter senkt, da sie bereits mit Rekordtiefständen negativ sind.

Wie wäre es mit japanischen Entscheidungsträgern?

Die japanische Wirtschaft wurde bereits von einem zu starken JPY getroffen, aber bisher haben die politischen Entscheidungsträger nichts unternommen. Sie sind weiterhin sehr vorsichtig, da die Bank of Japan seit jeher als innovativ gilt und keine Angst vor mutigen Schritten einschliesslich quantitativer Lockerungen hat. Aber da der Yen am Montag nahe bei ¥ 105 lag, sagen viele Experten voraus, dass die BoJ irgendwann eingreifen muss. Das letzte Mal, dass die BoJ eine Intervention am Devisenmarkt durchführte, war 2011. Mangelnde Bewegungen der BoJ werden als ziemlich seltsam angesehen - ein früheres Absinken auf das 105-Yen-Niveau des Wechselkurses von USD / JPY würde die Bank zum Handeln bewegen. Aber vielleicht warten die politischen Entscheidungsträger auf einen wichtigen Punkt wie 100 Yen.

Richtlinien anderer Banken

Was die Politik anderer Banken anbelangt, so senkt die US-Notenbank die Zinsen im Juli und es werden weitere Zinssenkungen prognostiziert. Der Juli-Schnitt war der erste seit elf Jahren. Die Europäische Zentralbank überlegt zwar immer noch, was zu tun ist, gab jedoch Anzeichen dafür, dass die Zinssenkung im September wahrscheinlich ein könnte.

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