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Die SNB weist für 2019 einen Gewinn von CHF 49 Milliarden auf

Die SNB weist für 2019 einen Gewinn von CHF 49 Milliarden auf

13 January 2020

Die Schweizerische Nationalbank hat mitgeteilt, dass sie das Jahr 2019 voraussichtlich mit einem Jahresgewinn von 49 Mrd. CHF abschliessen wird (rund 50,29 Mrd. USD nach letztem Wechselkurs). Der Gewinnwurde vor allem aus dem Erwerb ausländischer Aktien und Anleihen erwirtschaftet.

Satte Gewinne

Die SNB wird 2019 einen Jahresgewinn von 49 Mrd. Franken ausweisen, wovon 40 Mrd. Franken auf Fremdwährungspositionen entfallen, während 6,9 Mrd. Franken auf die Bewertung der Goldbestände der Bank zurückzuführen sind. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bank einen Verlust von 15 Mrd. Franken. Die vorgeschlagene Dividende für dieses Jahr beträgt unverändert CHF 15 pro Aktie. Die endgültigen Zahlen für das letzte Jahr werden am 2. März bekannt gegeben.

Riesige Auszahlung

Da die SNB einen Gewinn verzeichnete, wird sie wie letztes Jahr 2 Mrd. Franken an die Schweizer Kantone und den Bund ausschütten und mit dem Finanzministerium über eine zusätzliche Auszahlung für letztes und dieses Jahr verhandeln. Die Verteilung der Gewinne der SNB regelt die Vereinbarung zwischen Bank und Finanzministerium. Danach muss für die Jahre 2016-2020 eine Mindestausschüttung von 1 Mrd. Franken an die Kantone und den Staat ausgeschüttet werden. Sind die Reserven der Bank jedoch grösser als 20 Mio. Franken, steigt die Ausschüttung auf 2 Mrd. Franken. In den letzten Jahren erhielten die Kantone erst 2013 keine finanzielle Unterstützung von der SNB, da die Bank damals Verluste von 23,25 Mrd. Franken verzeichnete.

Zusätzliche Unterstützung

Zusätzlich zu der enormen Auszahlung besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Unterstützung - dies wird derzeit mit dem Finanzministerium diskutiert. Der soziale Druck auf die SNB, ihr Vermögen auf Kantone und Regierungen aufzuteilen, nimmt zu. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat am vergangenen Donnerstag auf seiner Jahreskonferenz die SNB aufgefordert, mehr Überschuss zu verteilen, um das Schweizer Rentensystem zu unterstützen. Der SNB-Präsident Thomas Jordan hat jedoch vor einigen Wochen erklärt, dass eine Vermischung von Geld- und Sozialpolitik gefährlich wäre.

Erhöhte Aktivität

In den letzten zehn Jahren sind die Gewinne der SNB deutlich gestiegen. Seit 2008 waren die Gewinne der Zentralbank so hoch wie nie zuvor, aber gleichzeitig waren sie, wenn sie Verluste verbuchten, auch höher als zuvor. Die Erklärung dafür liegt zum Teil in der Bereitschaft der Schweizer Nationalbank, am Finanzmarkt zu intervenieren. Um den Wechselkurs des Schweizer Frankens zu stabilisieren, kauft die Zentralbank Devisen - zum Beispiel entschied sie sich häufig für den Kauf von Euro, Dollar - oder anderen Vermögenswerten - Auslandsanleihen, Aktien. Die Bewertung von Gewinnen, Zinszahlungen und Dividenden aus dem massiven Bestand an Aktien, Aktien und anderen Finanzinstrumenten spiegelt sich in seinem Finanzbericht wider. Ende 2019 verfügte die Nationalbank über Fremdwährungsinvestitionen von über 804 Milliarden Franken, was mehr als die Produktion der gesamten Schweizer Wirtschaft ist.

Ziel der SNB

All diese Käufe werden getätigt, um den Franken zu schwächen. Das Hauptziel der Zentralbank ist es, den CHF-Wechselkurs stabil zu halten und gleichzeitig die Inflation im Einklang zu halten. Die Hauptherausforderung besteht darin, eine Überbewertung des Frankens zu verhindern, insbesondere in schwierigen geopolitischen Zeiten, in denen die Unsicherheit den Hunger nach sicheren Häfen auslöst - eines der Hauptbeispiele hierfür ist der Schweizer Franken. Ein Gewinn ist für die Nationalbank nicht notwendig und auch nicht ihr Ziel.

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