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Grenzgänger verlieren Arbeitsplätze in der Schweiz

Grenzgänger verlieren Arbeitsplätze in der Schweiz

23 December 2020

Daten zufolge haben 13 Prozent der grenzüberschreitenden Arbeitnehmer aus Frankreich zwischen März und September dieses Jahres aufgrund der COVID-19-Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren. Auf dem Schweizer Markt gibt es weniger Angebote, auch die Löhne sind gesunken.

Grenzgänger verlieren Arbeitsplätze
Die Pandemie von COVID-19 hat die Wirtschaftskrise in ganz Europa verursacht, von der nach Angaben aus der Zeit zwischen März und September die grenzüberschreitenden Arbeitnehmer in hohem Maße betroffen sind. 13 Prozent der rund 120.000 Menschen, die rund um den Genfer See arbeiten, haben ihren Arbeitsplatz verloren, vor allem in den Bereichen Restaurant, Hotel und Bau. Überraschenderweise handelt es sich nicht um Saison- oder Zeitarbeitskräfte, sondern um Festangestellte. Rund 18 Prozent der als arbeitslos registrierten grenzüberschreitenden Arbeitnehmer aus Frankreich stammen aus dem Restaurant- und Hotelsektor, wie die Zeitung Le Messager berichtet, und 13 Prozent aus dem Bausektor. Mittlerweile haben im Tessin bereits in diesem Jahr rund 3.000 grenzüberschreitende Mitarbeiter aus Italien ihren Arbeitsplatz verloren. Laut einer Tessiner Gewerkschaft soll die Zahl bis Ende Dezember auf 4.000 steigen. Insgesamt gibt es im Tessin rund 70.000 italienische Grenzgänger.
Weniger Jobs auf dem Schweizer Markt
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit grenzüberschreitender Arbeitnehmer sollte nicht überraschen, da der Schweizer Arbeitsmarkt aufgrund der Pandemie mit allgemein pessimistischer allgemeiner wirtschaftlicher Perspektive weniger Arbeitsplätze bietet. Im dritten Quartal 2020 gab es im Land 11.900 weniger Arbeitsplätze als zur gleichen Zeit des Vorjahres, wie das Beschäftigungsbarometer des Statistischen Bundesamtes (BFS) zeigt. Die Daten wurden vor der zweiten Welle der COVID-19-Pandemie gesammelt, und die Zahlen für den Rest des Jahres dürften noch schlimmer sein. Die am stärksten betroffenen Sektoren sind wiederum Hotel und Restaurants sowie das verarbeitende Gewerbe. Der Rückgang der angebotenen Arbeitsplätze war in fast allen Kantonen zu beobachten, vor allem aber im Tessin mit der höchsten Arbeitslosenquote von 1,5 Prozent. Andere Teile der Länder meldeten 0,5 Prozent. Die Stellenangebote im sekundären und tertiären Sektor gingen um 15,1 Prozent zurück. Nur in Zürich und am Genfersee stieg die Zahl der Arbeitsplätze - allerdings nur um 0,8 bzw. 0,9 Prozent.
Lohnrückgang
Darüber hinaus sinken die Löhne in der Schweiz, da 34% der Bevölkerung einen Einkommensrückgang aufgrund des Coronavirus angaben. Der Grund war entweder die Entlassung oder die Zwangsarbeit. Die Daten wurden von der Zeitung Le Matin Dimanche gemeldet, basierend auf einer Umfrage, die das Inkassounternehmen Intrum in 24 Ländern durchgeführt hat. Daten zufolge mussten rund 19% der Schweizer, jeder Fünfte, die Zahlung von mindestens einer Rechnung in diesem Jahr verschieben, während es im vergangenen Jahr 14,6% waren. Fast ein Viertel der Befragten aus der Schweiz befürchtet einen weiteren Rückgang in der kommenden Zukunft. Eine gute Nachricht könnte die Tatsache sein, dass die Bundesregierung im vergangenen Monat zugestimmt hat, die Entschädigung für Kurzzeitarbeit und Arbeitslosengeld zu verlängern.

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