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Zahl der Grenzgänger auf Rekordniveau

Zahl der Grenzgänger auf Rekordniveau

15 November 2019

In der Schweiz wurde in diesem Jahr eine Rekordzahl an Grenzgängern verzeichnet, wobei täglich 325'000 Menschen aus dem Ausland zur Arbeit pendeln. Zwei bei ausländischen Mitarbeitenden besonders beliebte Kantone sind Genf und das Tessin.

Zunahme der Grenzgänger

Täglich pendelten in diesem Jahr bis zu 325'000 Grenzgänger aus den Nachbarländern in die Schweiz. Es ist eine Rekordzahl. Letztes Jahr war ein geringer Rückgang der Zahl der Grenzgänger zu verzeichnen. Dies war aber keine Kehrtwende im Trend und man sieht das der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin ein sehr beliebtes und attraktives Ziel für Pendler aus Frankreich, Deutschland und Italien bleibt. Untersuchungen zufolge kamen täglich 325 291 Grenzgänger im dritten Quartal 2019 in die Schweiz, was deutlich mehr ist als die bisherige Zahl von 316 491 aus dem Jahr 2017. Stabile Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und ein günstiger Eurokurs sind die Hauptfaktoren dieser Tendenz.

Tessin und Genf an der Spitze

Bei den neuen Grenzgängern waren Tessin und Genf die beliebtesten Kantone. Der Kanton Tessin führt mit den meisten neuen ausländischen Arbeitnehmern, die jeden Tag zur Arbeit kamen, die Liste an, und Genf folgt gleich danach. Die Anzahl der Grenzgänger in der Region in Zürich bleibt stabil, während in Basel kürzlich ein geringer Rückgang des grenzüberschreitenden Arbeitnehmerverkehrs zu verzeichnen war. Analysten behaupten, dass der Rekrutierungspool in Genf und im Tessin relativ klein ist, was bedeutet, dass diese Regionen in Zeiten guter wirtschaftlicher Lage nach Mitarbeitern im Ausland im benachbarten Italien oder Frankreich suchen müssen. Ausserdem spielen Wohnungsfragen eine grosse Rolle, da es in Deutschschweiz billiger und einfacher ist, eine Unterkunft zu finden als in Genf.

Die meisten Grenzgänger kommen aus Italien, Frankreich

Die enorme Zunahme von Grenzgängern war bei den Einwohnern Frankreichs und Italiens zu beobachten. Der Anstieg der Personen die in die Schweiz pendelten betrug 7.166 Franzosen und 5.551 Italiener. Bei den Einwohnern Deutschlands hat sich nicht viel geändert - Anstieg um 25 Grenzgänger. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass der Arbeitsmarkt in Bezug auf Löhne und Arbeitslosenquote in Deutschland ziemlich stabil ist, zumindest mehr als in Frankreich und Italien. Auch ist der deutsche Arbeitsmarkt flexibler mit weniger Beschränkungen für unbefristete Arbeitsverträge und die Kaufkraft ist in Deutschland besser. Deshalb ist es für Deutsche weniger attraktiv, täglich über die Grenze zur Arbeit zu pendeln als für Italiener oder Franzosen.

Gedämpfte Aussichten für den Schweizer Arbeitsmarkt

Mittlerweile sieht die allgemeine Prognose für den Arbeitsmarkt in der Schweiz kurzfristig eher schlecht aus, wie aus der Analyse des Swiss Economic Institute der ETH in Zürich hervorgeht. Insbesondere die Beschäftigungsindikatoren in der Industrie sind drastisch gesunken. In Bezug auf das Beschäftigungsniveau im Baugewerbe, im Bankwesen und im Dienstleistungssektor gibt es mehr Optimismus. Man geht davon aus, dass die globale Konjunkturabkühlung die Schweiz erreicht hat und sich auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirkt. Gilt dies auch für Grenzgänger - schwer zu sagen, hängt es von der wirtschaftlichen Situation und der Arbeitssituation in den Nachbarländern ab.

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