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Tiefere Prognose für die Schweizer Wirtschaft

Tiefere Prognose für die Schweizer Wirtschaft

10 October 2022

Das Wirtschaftsinstitut KOF hat die Konjunkturaussichten für die Schweizer Wirtschaft gesenkt, aber die Rezession dürfte nicht lange anhalten.

 

Schlechtere wirtschaftliche Aussichten

Das Wirtschaftsinstitut KOF ist eine weitere Prognoseagentur, die entschieden hat, die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz zu senken, aber die Rezession sollte laut Experten nicht lange anhalten. Das Schweizerische Institut für Konjunkturforschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich prognostiziert nun für 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 %, für 2023 von 0,7 %. Noch im Juni hatte das Institut ein Wachstum prognostiziert von 2,8 % für dieses Jahr und 1,3 % für das nächste Jahr. Zuvor haben andere Institute ihre BIP-Prognose gesenkt. Die Revision erfolgte vor allem aufgrund der Inflation, die die Entwicklung der Kaufkraft bremst. Die Inflation wird nun für dieses Jahr bei 3 % erwartet, zuvor waren es 2,6 % für dieses Jahr, während sie für das nächste Jahr bei 2,1 % (vorher 1,5 %) liegen wird. Auch die Verlangsamung des Exports ist ein solider Grund für schwächere Prognosen. In der Zwischenzeit ist der CHF-Wechselkurs immer noch stark, was auch den Export, einen Hauptzweig der Schweizer Wirtschaft, beeinträchtigte.

 

Unternehmen sind pessimistisch

Neben Experten blicken auch Unternehmen und deren Management pessimistisch in die Zukunft. Gemäss Deloitte-Umfrage für das zweite Halbjahr 2022 beurteilen die Chief Financial Officers (CFOs) von Schweizer Unternehmen die Wirtschaftsaussichten pessimistischer als zu Beginn des Jahres. Insgesamt wurden 127 Manager befragt, von denen die meisten pessimistisch über die wirtschaftliche Lage im Land sind, sie glauben jedoch, dass ihre Unternehmen bald wachsen werden. Da die Aussichten für die nächsten 12 Monate eher düster sind, gingen vor sechs Monaten noch 22 % der befragten CFOs von einem deutlichen Rückgang des Wachstums aus, während diese Zahl in einer Umfrage jetzt auf 37 % gestiegen ist. „Die geopolitische Lage und ihre direkten und indirekten Folgen beeinflussen deutlich die Stimmung in Schweizer Unternehmen. Dies ist ein Ausdruck der Besorgnis, zeigt aber noch keinen tatsächlichen Zusammenbruch“, schreiben die Autoren einer Umfrage. CFOs sind hauptsächlich besorgt über Energiepreise, Staus in der Lieferkette, Inflation, direkte und indirekte Folgen geopolitischer Spannungen.

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