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SNB unter Druck

SNB unter Druck

30 August 2019

Die Schweizerische Nationalbank muss im Moment schwierige Zeiten durchgehen. Von Seiten vieler Experten wir die SNB gedrängt die Aufwertung der Schweizer Franken aktiv zu stoppen. Nun möchte eine neue mächtige Lobbygruppe, das Geld welches von den öffentlichen Banken kommet der staatlichen Rentenversicherung gutgeschrieben wird.

SNB unter Druck.

Die Federal Reserve hat die Zinsen bereits zum ersten Mal seit vielen Jahren gesenkt und soll sie zum Jahresende noch weiter senken. Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich im September die Zinsen senken. Kein Wunder also, dass Marktexperten die SNB nachziehen sehen möchten. Insbesondere, dass der Schweizer Franken aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Turbulenzen in der Welt stark überbewertet ist. Investoren wenden sich an sichere Häfen und wechseln Währungen wie Euro in Franken. In der Folge verzeichnete der Schweizer Franken in der ersten Jahreshälfte starke Kursgewinne gegenüber dem Euro. Die Ökonomen sind sich einig, dass die Aufwertung des Schweizer Frankens und die Verlangsamung der Wirtschaft im Land und auf dem Kontinent zu Interventionen der SNB führen müssen. Die Schweizerische Zentralbank kann entweder bereits negative Zinsen weiter senken oder auf dem Devisenmarkt intervenieren, oder beides.

Die staatliche Rente kämpft

Eine der Organisationen, die von der aktuellen Situation stark beeinflusst ist, ist die AHV. Als Investor hat die AHV Mühe, Gewinne zu erzielen. Dies liegt an der Zielquote, die in den letzten fünf Jahren negativ war. Infolgedessen müssen Geschäftsbanken Zinsen für das Halten von Bargeld bei der SNB zahlen, und Anleger wie die AHV können keine Gewinne erzielen. Die staatliche Rentenversicherung braucht dringend mehr Geld, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Besonders, dass die Nation altert und immer mehr Geld benötigt wird, um die Renten zu bezahlen.

Neue Lobbygruppe

Der Schweizerische Steuerzahlerverband stellte fest, dass die SNB als Lösung gezwungen sein würde, Gelder von Geschäftsbanken, die von ihnen für Bargeldbestände bezahlt wurden, an die staatliche Pensionskasse zu überweisen. Vorsitzender der Fraktion ist Alfred Heer, ebenfalls Gesetzgeber der Schweizerischen Volkspartei. Er plant ein Bündnis mit linken Parteien, um die Chancen zu verbessern, dass sein Projekt angenommen wird. Eine solche rechts- und linksgerichtete Allianz wäre sehr stark, und die SNB müsste wirklich über ihren Schritt nachdenken, sobald sie offiziell zum Handeln aufgefordert wird.

Ein solcher Vorschlag wird in der Schweiz sicherlich an Popularität gewinnen, da das Geld, das der staatlichen Rente ausgehändigt wird, nicht direkt aus der Tasche der Menschen kommen würde. Es fallen keine zusätzlichen Steuern oder Abzüge von den Gehältern an, sondern es wird nur Geld vom SNB-Konto auf das AHV-Konto überwiesen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass ein solcher Schritt keine Ressourcen bereitstellen würde, wenn die Zinssätze nicht länger negativ wären. Im Szenario positiver Zinssätze müssen Geschäftsbanken für ihre Bestände nicht zahlen.

Kann die SNB das Geld verschenken?

Offensichtlich hat die Nationalbank Geld zum Verschenken - sie wies einen Gewinn von 1,1 Milliarden Franken aus, der hauptsächlich auf negative Zinssätze und Einnahmen von Geschäftsbanken zurückzuführen war. Die Zentralbank der Schweiz schenkt dem Bund und den Kantonen jährlich maximal 2 Milliarden Franken - die genaue Summe richtet sich nach der finanziellen Situation im jeweiligen Jahr. Generell versucht die SNB, nicht in die Politik zu kommen. Manchmal ist sie gezwungen, ihre Haltung zu bestimmten Angelegenheiten zu erklären, wenn das Management den Eindruck hat, dass die Unabhängigkeit von politischen Parteien angegriffen wird. Die Nationalbank hat mehrfach erklärt, dass sie einzig und allein geldpolitische Instrumente einsetzen will - nicht weniger, nicht mehr.

Im Moment haben wir es weiterhin mit einem starken Schweizer Franken zu tun. Wie lange diese Situation anhält ist ungewiss Wenn Sie Geld wechseln möchten, empfehlen wir ihnen unseren Währungsrechner zu benutzen um aktuelle Wechselkurse zu vergleichen.

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