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SNB Politik bleibt unverändert, Eurokurs stabil

SNB Politik bleibt unverändert, Eurokurs stabil

04 February 2021

Thomas Jordan, Vorsitzender der Schweizerischen Nationalbank, bekräftigte, dass die Bank ihre Geldpolitik nicht ändern werde, obwohl sie von den USA als Währungsmanipulator bezeichnet werde.

Steigender Schweizer Franken Wechselkurs und tiefe Inflation als Gründe für Interventionen

Thomas Jordan äusserte sich in einem Interview mit SRF während der Sendung ECO zur Politik und Situation der SNB in ​​Bezug auf die Kontroverse um Währungsmanipulation. Laut dem Vorsitzenden sind sowohl negative Zinssätze als auch Interventionen auf dem Devisenmarkt von entscheidender Bedeutung, um zu verhindern, dass CHF zu teuer wird. Die Tatsache, dass die Schweiz Ende letzten Jahres vom US-Finanzministerium als Währungsmanipulator bezeichnet wurde, hat keinen Einfluss auf die Haltung der SNB: "Diese Bezeichnung durch die Amerikaner wird keinen Einfluss auf unsere Geldpolitik haben", erklärte Jordan. "Im Moment sind diese Deviseninterventionen sehr wichtig, weil wir einen grossen Druck auf den Franken gesehen haben, insbesondere in der COVID-Krise", fügte er hinzu und erklärte gleichzeitig, dass die Schweiz "alles andere als ein Währungsmanipulator" sei. Jordan erinnerte daran, dass der Schweizer Franken Wechselkurs in den letzten 12 Jahren gestiegen ist und die Inflation sehr niedrig war. Dies zwingt die Bank dazu, stark in den Devisenmarkt einzugreifen, insbesondere in jüngster Zeit, wenn Anleger in schwierigen Zeiten Schweizer Franken in grossen Mengen kaufen müssen. Der CHF gilt als eines der besten sicheren Häfen. Von Januar bis Oktober 2020 gab die SNB bis zu 100 Milliarden Franken für Interventionen aus. Jordan sagte, er habe noch nicht mit der US-Finanzministerin Janet Yellen gesprochen, aber auf politischer und technischer Ebene werden Gespräche zwischen zwei Ländern stattfinden, um die Position der Schweiz in dieser Angelegenheit zu erläutern.

Wann werden die Zinssätze angehoben?

Jordan gab auch einige Kommentare dazu ab, ob und wann die Zinssätze angehoben werden. Er sagte, er sei kein Fan eines solchen Rekordtiefs bei negativen Zinssätzen, aber die SNB habe keine Wahl, da anderswo auf der Welt die Zinsen niedrig seien. Wenn die SNB jetzt beschliesst, den Zinssatz von minus 0,75% anzuheben, würde der Wechselkurs des Schweizer Frankens drastisch steigen und die Schweizer Wirtschaft in Schwierigkeiten bringen. „Wir müssen ... eine vernünftige Geldpolitik im allgemeinen Interesse des Landes verfolgen. Im Moment bedeutet dies leider, dass diese Zinssätze sehr niedrig sind. Wir werden die Zinsen so schnell wie möglich erhöhen “, erklärte Jordan.

SNB-Zahlung an Bund und Kantone

In anderen Nachrichten im Zusammenhang mit der SNB wird die Bank einen Rekordbetrag von CHF 6 Milliarden (rund USD 6,7 Milliarden nach durchschnittlichem Wechselkurs) pro Jahr zahlen, wie in einem überarbeiteten Abkommen über den Gewinn aus Devisenreserven vereinbart wurde. Der Grundbetrag beträgt 2 Milliarden Franken pro Jahr für Bund und Kantone. Wenn in einem bestimmten Jahr der Gewinn ausreicht, wird die SNB weitere 4 Milliarden Franken hinzufügen. Für 2020 werden die vollen 6 Milliarden Franken verteilt. Zuvor wurde angekündigt, dass die SNB 4 Mrd. CHF an den Bund und Kantone überweisen wird. Die neue Vereinbarung gilt bis 2025.

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