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SNB lehnt Bitcoin-Reserven ab und setzt auf Stabilität des Schweizer Frankens

April 25, 2025

Liquidität und Volatilität als Hauptbedenken der SNB
Schlegel nannte zwei zentrale Gründe für die Ablehnung:

Markttiefe: Die SNB muss in der Lage sein, Transaktionen in Milliardenhöhe rasch abzuwickeln – Kryptomärkte seien für ein solches Volumen nach wie vor zu illiquide.

Starke Kursschwankungen: Bitcoins starke Preisschwankungen – teils zweistellig innerhalb eines Tages – seien mit dem SNB-Mandat, den realen Wert ihrer Reserven zu schützen, nicht vereinbar. Derzeit bestehen diese Reserven vorwiegend aus ausländischen Staatsanleihen, Gold – und vor allem – einem starken Schweizer Franken.

Basisbewegung fordert Verfassungsänderung
Krypto-Befürworter unter der Leitung des Bitcoin-Initiative-Mitbegründers Luzius Meisser haben eine Volksinitiative gestartet, um die SNB per Verfassung zur Aufnahme von Bitcoin in ihre Reserven zu verpflichten – ähnlich wie bei Gold. Angesichts von Trumps Zollschocks und wachsender globaler Verschuldung sei Diversifikation dringend nötig, so die Argumentation. Bitcoin solle als Absicherung gegen den Vertrauensverlust in staatliche Vermögenswerte dienen.

Warum der Schweizer Franken der ultimative Schutz bleibt
Während die Kampagne Bitcoin als „Sondervermögen“ anpreist, genießt der Franken weiterhin unangefochtenen Status als sicherer Hafen:

Niedrigste Inflation im G10-Raum (≈ 0,3 %) sichert Kaufkraft.

Solide außenwirtschaftliche Position und geringe Staatsverschuldung stärken das Vertrauen der Anleger.

Flexibilität der SNB-Politik – mit bewährten Instrumenten wie Negativzinsen oder Devisenswaps – erlaubt das Management wirtschaftlicher Schocks, ohne auf extrem volatile Mittel zurückzugreifen.

Ausblick: Krypto bleibt außen vor, Franken im Fokus
Solange es keinen grundlegenden Meinungsumschwung in der Bevölkerung gibt, dürfte die Initiative kaum Chancen gegen die traditionell konservative Reservepolitik der SNB haben. Für den Moment signalisiert die SNB klar, dass ein stabiler Franken – gestützt durch Gold und hochqualitative Staatsanleihen – weiterhin ihr bevorzugter Schutzschild gegen globale Turbulenzen bleibt.

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