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Schweizer Wirtschaft soll 2020 stabil bleiben

Schweizer Wirtschaft soll 2020 stabil bleiben

13 December 2019

Laut Bundesrat und Nationalbank wird die Schweizer Wirtschaft im kommenden Jahr voraussichtlich stabil bleiben. Die Prognosen sagen kein signifikantes Wachstum vor 2021 voraus. Die SNB behielt ihre Geldpolitik unverändert bei.

Stabiles Jahr 2020

Nach Einschätzung von Regierungsexperten wird die Wirtschaft in der Schweiz bis 2021 grösstenteils unverändert bleiben, mit einem prognostizierten Wachstum von nur 0,9% Ende dieses Jahres, 1,7% im Jahr 2020 und 1,2% im Jahr 2021. Ein grosser Teil des Wachstums im nächsten Jahr wird mit Sportereignissen in Verbindung gesetzt, wie die Olympischen Sommerspiele in Tokio die für das Wirtschaftswachstum verantwortlich sein werden und nicht der Anstieg der Produktion, was üblicherweise der Fall wäre. Die vierteljährliche Prognose der regierungsnahen Expertengruppen sieht eine Verlangsamung der Bautätigkeit im nächsten Jahr vor. Ausserdem werden schwächere Exportergebnisse als in den letzten vier Jahren prognostiziert, was auf die schwierige internationale Wirtschaftslage vor allem in Deutschland und der Eurozone zurückzuführen ist. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Darüber hinaus bleibt die Schweizer Wirtschaft stabil, was hauptsächlich auf die niedrige Arbeitslosenquote von derzeit 2,3% und die guten Ergebnisse des Chemie- und Pharmasektors zurückzuführen ist, die auch in Zeiten eines langsamen Wirtschaftswachstums eine starke Nachfrage liefern.

SNB behält Zinssätze bei

Die Schweizerische Nationalbank hat am Donnerstag beschlossen, ihre Geldpolitik mit einem Rekord-Negativzins von minus 0,75 beizubehalten. Auch die Nationalbank bekräftigte ihre Bereitschaft, auf dem Devisenmarkt einzugreifen, wenn dies unter Berücksichtigung der allgemeinen Währungssituation erforderlich ist. Laut Aussage der SNB bleibt der Schweizer Franken Wechselkurs gegenüber September 2019 nahezu unverändert. Er ist gegenüber anderen Währungen hoch bewertet, während der Devisenmarkt „fragil“ ist. Die Negativzinspolitik in Verbindung mit der anhaltenden Interventionsbereitschaft wirkt somit dem attraktiven Wechselkurs des CHF entgegen - die Anleger sind bestrebt, Schweizer Franken zu kaufen. Die Nationalbank versucht mit ihrer Politik, den CHF Wechselkurs zu stabilisieren und unterstützt gleichzeitig die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft. In der Erklärung nach der Sitzung am Donnerstag räumte die Nationalbank ausserdem ein, dass „verschiedene Zentralbanken im Herbst angesichts der geringen Inflation und der wirtschaftlichen Risiken ihre Geldpolitik gelockert haben“ und dass sie auch Anzeichen dafür gaben, „ihre Leitzinsen wahrscheinlich auf einem niedrigen Niveau zu belassen über einen längeren Zeitraum. “Die Nationalbank ist dann auf der gleichen Seite wie viele andere Zentralbanken.

Vorhersagen der SNB

Die Nationalbank sagte in ihrer Stellungnahme nach der Sitzung am Donnerstag auch Konjunkturdaten für die nahe Zukunft voraus. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum liegt Ende 2019 bei 1% und im nächsten Jahr zwischen 1,5% und 2%. Das Wachstum wird auch aus Sicht der Nationalbank im nächsten Jahr hauptsächlich von Sportereignissen getragen, nicht von einem nachhaltigen Nachfragewachstum nach Schweizer Waren oder einem besseren Handelsergebnis. In Bezug auf die Inflation hat die Nationalbank die bedingte Prognose für die nächsten Quartale auf einem etwas niedrigeren Niveau als im September festgesetzt. Für 2019 wird eine Inflationsrate von 0,45% und für 2020 von 0,1% und für 2021 von 0,5% prognostiziert. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die Zinssätze für die nächsten zwei Jahre unverändert bleiben.

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