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Kryptowährung der SNB? Frankenkurs stabil

Kryptowährung der SNB? Frankenkurs stabil

27 June 2019

Der Betreiber der Schweizer Börse, SIX Group, gab bekannt, dass die Schweizerische Nationalbank eine Art Kryptowährung zur Abwicklung von Zahlungen auf der neuen Plattform für digitale Vermögenswerte von SIX herausgeben möchte. SIX steht kurz vor dem Start der Plattform und sucht nach einer Möglichkeit, Transaktionen auf dieser Plattform abzuwickeln.

Neue Handelsplattform

Der schweizerische Börsenbetreiber SIX Group, der dem Bankenkonsortium gehört, wird eine neue Handelsplattform für digitale Vermögenswerte namens SDX lancieren. Sie wird Anfang 2020 lanciert und nur professionellen und qualifizierten Anlegern zugänglich sein. Die Plattform funktioniert wie jeder Handelsbereich, handelt jedoch nur mit digitalen Versionen bekannter finanzieller Vermögenswerte wie Anleihen, Aktien und anderen Wertpapieren. Die Transaktionen konzentrieren sich darauf, Bargeld gegen digitale Token einzutauschen. Beispielsweise können Anleger Euro oder Franken verkaufen und digitale Vermögenswerte kaufen. Gekaufte Token können später als Zahlung für an der Schweizer Börse erworbene Wertpapiere verwendet oder erneut gegen Bargeld eingelöst werden, sodass Anleger bei Bedarf dafür Euro oder Franken kaufen können. Ein solches digitales Token, das traditionelle Währungen unterstützt, wird als Stablecoin bezeichnet. Die Anbindung des digitalen Tokens an eine herkömmliche Währung dient der Reduzierung der Preisvolatilität, für die Kryptowährungen weithin bekannt sind.

Hoffnung auf Hilfe von der SNB

Als die SIX Group den Plan bekannt gab, digitale Token auf ihrer bevorstehenden Handelsplattform einzusetzen, hat sie gleichzeitig den Wunsch geäussert, dass die Schweizerische Nationalbank die Kryptowährung herausgeben würde. Es ist mutig, nachzufragen, da die Zustimmung zur Ausgabe von Stablecoin für die SNB eine deutliche Abkehr von ihrer vorsichtigen Haltung gegenüber digitalen Assets bedeuten würde. Nach Einschätzung der SIX group würde der Tokenisierte CHF zu jedem Zeitpunkt mit dem Wechselkurs 1: 1 an den traditionellen CHF gekoppelt. Mitgliedsbanken des SDX könnten eventuelle Verpflichtungen oder Geschäfte gegen die digitale Version von CHF abwickeln. Aus diesem Grund würde SDX zur Vereinfachung Zahlungen in traditionellen Schweizer Franken von Mitgliedsbanken in Zentralbankgeld akzeptieren und für sie das Äquivalent zu den digitalisierten Schweizer Franken-Token auf SDX ausgeben. Laut der Online-Seite swissinfo führt die SNB mit SIX Groups Gespräche darüber, welche Möglichkeiten es gibt, die Cash-Seite der Transaktion auf der kommenden SDX-Plattform zu regeln. Sie hat jedoch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Die SNB ist vorsichtig

Die SNB ist bislang bei digitalen Währungen zurückhaltend geblieben und hat wenig Interesse an der Emission einer stabilen Münze gezeigt. Als die SNB-Verwaltungsräte Andréa Maechler und Thomas Moser im März gefragt wurden, ob die Zentralbanken digitale Token für einige der Distributed Ledger-Technologien wie Blockchain, Anwendungen wie die Abwicklung von Transaktionen oder Wertpapieren anbieten sollten, antworteten sie, dass obwohl Innovation wichtig ist, darf diese nicht auf Kosten des Vertrauens oder der Stabilität in das bestehende Zahlungssystem vorangetrieben werden. Die Schweizerische Nationalbank ist nicht an der Idee interessiert, eine digitale Version des Schweizer Frankens an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Vorschlag der SIX group ist jedoch ein anderes Thema, da der SDX-Stablecoin für Transaktionen zwischen Banken am Markt anwendbar wäre. Die Abwicklung von Geschäften mit Stablecoin würde jegliche Risiken ausschliessen, da die digitale Währung an den traditionellen Schweizer Franken gebunden ist. Es wird möglich sein problemlos digitale Wertpapiergeschäfte abzuwickeln, ohne darüber besorgt zu sein das die wechseln in CHF nicht möglich sein wird. Es ist daher nicht erforderlich, überschüssiges Bargeld für die Deckung möglicher Ausfälle aufzubewahren.

News zum Franken Wechselkurs

Der Euro Franken Wechselkurs beweg sich diese Woche im Bereich 1.11 nachdem der EUR CHF Kurs letzte Woche stark gefallen ist. Der Wechselkurs ist somit auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr, wovon vor allem Grenzgänger profitieren, da sie zur Zeit Euro günstig kaufen können. Dies ist vor allem auf politische Spannungen zurückzuführen. Diese gibt es nun auch auf der Linie Schweiz EU. Die Verhandlungen zum Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU sind ins Stocken geraten, woraufhin die EU mit dem Auslaufen der Börsenäquivalenz gedroht hat. Nun hat Ignazio Cassis heute mitgeteilt das das Auslaufen der Börsenäquivalenz Tatsache ist.  Es ist noch unklar wie der Schweizer Franken darauf reagieren wird.

ExchangeMarket.ch
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