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IWF lobt Schweizer Reaktion auf Pandemie und gibt Ausblick auf das Wirtschaftswachstum

IWF lobt Schweizer Reaktion auf Pandemie und gibt Ausblick auf das Wirtschaftswachstum

09 April 2021

Der IWF hat die Reaktion der Schweiz auf die COVID-19-Pandemie gelobt und dem Land gute Noten gegeben. Auch Aussichten für das Wirtschaftswachstum wurden gegeben. Dennoch müssen einige Themen wie Umweltfragen bearbeitet werden.

 

IWF-Vorhersagen und CHF Wechselkurs

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen Ausblick für die Schweizer Wirtschaft gegeben: Wachstum 3,5% im Jahr 20221 und 2,8% im Jahr 2022. Wir erinnern uns, dass die Schweizer Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,9% geschrumpft ist. Dies war ein viel geringerer Einbruch als in anderen europäischen Ländern, und der IWF lobt jetzt die Reaktion der Schweiz auf COVID-19. In seinem in dieser Woche veröffentlichten Jahresbericht: "Dies spiegelte starke Steuer-, Finanz- und Haushaltspuffer sowie wettbewerbsintensive Exportindustrien (z. B. Pharma, Chemie), ein grosser und gut kapitalisierter Finanzsektor, eine geringe Abhängigkeit von kontaktintensiven Sektoren (z. B. Tourismus), ein gut ausgestattetes Gesundheitssystem, sorgfältig gezielte Eindämmungsmassnahmen (z. B. keine weit verbreitete Schliessung des verarbeitenden Gewerbes) und laufende Anpassungen ", sagte der IWF. Darüber hinaus wurde die Reaktion auf die Pandemie als „stark, schnell und nachhaltig“ bezeichnet. Die Schweizer Regierung hat fiskalische Sofortmassnahmen für Haushalte und Unternehmen bereitgestellt, die 10% des BIP des Landes überstiegen. Dennoch gibt es laut IWF viele Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Pandemie. Viel hängt davon ab, wie sich die dritte Welle entwickeln wird und wie schnell Massenimpfungen durchgeführt werden. Eine Rolle für das Schweizer Wirtschaftswachstum spielt auch der CHF-Wechselkurs, der im vergangenen Jahr sehr hoch war, als viele Anleger in turbulenten Zeiten beschlossen, Schweizer Franken zu kaufen. In diesem Jahr hat sich der CHF-Wechselkurs etwas stabilisiert.

 

Langzeiteffekte

Trotz eines guten Umgangs mit der COVID-19-Krise und einer optimistischen Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr hat der IWF gewarnt, dass die Auswirkungen der Pandemie noch viele Jahre sichtbar sein werden, lange nachdem sie vorbei ist. Solche langfristigen „Narbeneffekte“ werden voraussichtlich insbesondere in Sektoren wie Gastgewerbe und Restaurants zu beobachten sein, in denen sich die Nachfrage nach Dienstleistungen langsam erholen wird. Bis jetzt sind Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Schulden nicht wesentlich gestiegen, aber sobald die staatlichen Unterstützungsmassnahmen beendet sind, könnte sich dies ändern. Aus diesem Grund empfiehlt der IWF, die Massnahmen auf dem Arbeitsmarkt beizubehalten, bis eine „nachhaltige Erholung im Gange ist“, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Darüber hinaus heisst es, dass eine bessere Koordinierung zwischen der Regierung und den Kantonen "die Effizienz, Effektivität und Aktualität der Intervention erhöhen würde".

 

Andere Probleme

In seinem Bericht sprach der IWF auch über andere Themen wie bilaterale Gespräche zwischen der EU und der Schweiz, bei denen laut IWF Fortschritte erforderlich sind. Erfolgreiche Verhandlungen könnten sicherstellen, dass der derzeitige Zugang zum EU-Markt erhalten bleibt. Die Bekanntgabe der Position der Schweizer Regierung wegen einer Sackgasse in Gesprächen mit der EU wird in Kürze erwartet. Die Gespräche wurden über ein Rahmenabkommen für mehr als 120 bilaterale Abkommen zwischen der EU und der Schweiz ins Stocken geraten. Weitere Themen, die eine Intervention erfordern, sind die Sicherheit der Renten in einer längeren Perspektive und ein klarer, überprüfbarer Plan zur Umsetzung der Klimastrategie.

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