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IMF sagt, die Schweiz habe die Pandemie gut überstanden

IMF sagt, die Schweiz habe die Pandemie gut überstanden

23 June 2021

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat festgestellt, dass die Schweiz die Pandemiekrise mit geldpolitischen und wirtschaftlichen Stützungsmaßnahmen sehr gut bewältigt hat.

Gut gemacht!

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Bericht verkündet, dass die Schweiz während der Pandemiekrise aus fiskalischer Sicht sehr gut abgeschnitten hat. Die wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen waren sehr gut geplant, und die Geldpolitik in Bezug auf den Wechselkurs des CHF wurde richtig durchgeführt, was dazu beigetragen hat, den schlechten Einfluss der Pandemie zu minimieren. "Die Schweiz hat die Pandemie gut gemeistert. Covid-19 hatte große soziale und wirtschaftliche Auswirkungen, aber eine frühe, starke und nachhaltige Reaktion der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik half, den Rückgang der Aktivität einzudämmen", so der IWF in seiner Erklärung vom Montag, 21. Juni.

Reduzierte Auswirkungen

Im Jahr 2020 schrumpfte die Schweizer Wirtschaft um 3%, so stark wie seit den späten 70er Jahren nicht mehr, aber das war immer noch weniger als in den meisten europäischen Ländern. In diesem Jahr soll sich die Schweiz wirtschaftlich erholen und ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,5% erreichen, im nächsten Jahr - 2,8%. Der Ausblick des IWF deckt sich mit den Prognosen der Schweizerischen Nationalbank. Die gar nicht so schlechten Ergebnisse für das BIP im letzten Jahr sind laut IWF auf "starke Puffer in den Bereichen Fiskalpolitik, Finanzsektor und Haushalte vor der Pandemie, robuste Exporte (Pharmazeutika, Chemikalien und Gold), geringe Abhängigkeit von kontaktfreudigen Sektoren, ein leistungsfähiges Gesundheitssystem und gezielte Eindämmung" zurückzuführen. Ein Kaufkraftverlust wurde durch Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen und Haushalten in der Krise begrenzt. Auch die Maßnahmen der Schweizer Bundesregierung verhinderten einen möglichen hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit und eine Pleitewelle. In diesem Jahr sieht der IWF die Arbeitslosigkeit bei 3,5 %, im nächsten bei 3,4 %. Auch die Inflation sollte auf einem moderaten Niveau bleiben. Die SNB ist sehr vorsichtig, was das Inflationsniveau und den CHF-Wechselkurs angeht. Ihre Interventionen auf dem Devisenmarkt und das Festhalten an negativen Niedrigzinsen zielen darauf ab, eine Überbewertung des CHF zu verhindern.

Blick in die Zukunft

Gibt es laut IWF irgendwelche wirtschaftlichen und finanziellen Risiken, die der Schweiz bevorstehen? Potenzielle Risiken können von "verzögerten Covid-19-Auswirkungen, dem Verhalten bei der Suche nach Rendite, Ungleichgewichten auf dem Immobilienmarkt und einer ungleichmäßigen globalen Erholung" ausgehen. Weitere Herausforderungen in der Zeit nach der Pandemie sind die Begrenzung der Narbenbildung bei den am meisten gefährdeten Gruppen und Arbeitnehmern, die Beseitigung von Lücken im Rentensystem, die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und der Umgang mit dem Klimawandel. Der IWF würde es auch gerne sehen, wenn das Land und die Europäische Union "konstruktiv" an einem institutionellen Rahmenabkommen arbeiten würden, das die langfristigen bilateralen Beziehungen regelt. Die Gespräche über ein solches Rahmenabkommen, das 120 derzeit gültige Abkommen ersetzen sollte, wurden gestoppt, nachdem die Schweiz diesen Monat den Verhandlungstisch verlassen hatte.

IMF-Bericht

Der Bericht des IWF wurde von einem vierköpfigen Team im Frühjahr durchgeführt und am 21. Juni veröffentlicht. Die IWF-Experten sprachen mit der Schweizerischen Nationalbank, der FINMA, der Schweizer Finanzaufsichtsbehörde, kantonalen Behörden, der Bundesverwaltung und Experten aus der Privatwirtschaft. Konkret führte das Team Gespräche mit Finanzminister Ueli Maurer, SNB-Präsident Thomas Jordan und FINMA-Chef Mark Branson.

www.exchangemarket.ch
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