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Handelsfrieden hebt Märkte, Franken bleibt nahe Höchststand

May 12, 2025

Sofortige Marktreaktion: Dollar steigt, Franken bleibt fest
Die Nachricht über die Entspannung ließ US-Aktien-Futures und den Dollar leicht steigen. Der Schweizer Franken hielt sich jedoch stabil: Der USD/CHF pendelte um CHF 0,83 – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Waffenruhe als vorübergehend betrachten. Der EUR/CHF blieb bei etwa 0,934 stabil, da sich trotz der Erleichterung an den Risikomärkten weiterhin sichere Anlagen in den Franken fließen.

Warum der Franken ein Barometer bleibt

Sichere-Hafen-Status: Trotz Zollsenkungen sorgt die anhaltende Unsicherheit für Nachfrage nach dem Franken.

Wachsamkeit der SNB: Bei einer Inflation von 0 % preist der Markt eine weitere Zinssenkung der SNB am 19. Juni ein – möglicherweise erneut in den negativen Bereich.

Druck auf Exporte: Ein starker Franken stabilisiert zwar die Verbraucherpreise, belastet aber die Schweizer Industrie. Eine weitere Aufwertung könnte Interventionen der SNB am Devisenmarkt auslösen.

Gewinner und Verlierer jenseits der Währungen
Europäische Aktien mit Handelsbezug legten deutlich zu – Maersk +12 %, LVMH +7,4 %, Kering +6,7 % – in der Hoffnung auf einen wiederbelebten US–China-Handel. Der sichere Hafen Yen hingegen gab nach, da die Risikobereitschaft zunahm. Rohstoffwährungen wie AUD und NZD profitierten von Erwartungen auf höhere asiatische Nachfrage.

Was im Abkommen enthalten ist – und was nicht

Keine sektorspezifischen Zölle abgeschafft: Strategische Neuausrichtungen in Halbleitern, Medizinprodukten und Stahl bleiben Teil der US-Politik.

Seltene Erden: Chinas Exportkontrollen bleiben bestehen – Lieferkettenrisiken bleiben bestehen.

Fentanyl-Gespräche: Separater Verhandlungspfad – laut US-Beamten „konstruktiv“, aber noch keine konkreten Maßnahmen.

Ausblick: Vorübergehende Atempause oder Wendepunkt?
US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass „keine Seite eine Entkopplung will“. Analysten warnen jedoch, dass das 90-Tage-Fenster tiefere Konflikte nur vertagen könnte. Barclays meint, die Höchstzölle seien „lokal“ vorbei, doch strukturelle Streitpunkte wie geistiges Eigentum und Subventionen bleiben offen.

Beobachtungsliste: Schweizer Franken
Drei wichtige Währungspaare im Blick:

USD/CHF: Kritische Unterstützung bei 0,81, Widerstand bei 0,84 – entscheidend sind das SNB-Treffen im Juni und Signale der US-Notenbank.

EUR/CHF: Zwischen 0,92 und 0,945 – beeinflusst von Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum und möglichen SNB-Interventionen.

CHF/JPY: Möglicher Korridor von 156 bis 161,5 – abhängig von Entscheidungen der Bank of Japan und globaler Risikostimmung.

ite.

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