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Grenzgänger von neuen Reisebeschränkungen ausgenommen

Grenzgänger von neuen Reisebeschränkungen ausgenommen

12 February 2021

Die Schweiz hat aufgrund der Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen ab dem 8. Februar neue Reisebeschränkungen eingeführt. Grenzgänger sind von diesen Beschränkungen ausgenommen

 

Neue Reiseregeln

Neue Reisebeschränkungen erfordern das Ausfüllen eines elektronischen Einreiseformulars, das an einer Grenze vorgelegt werden muss, wenn dies beim Grenzübertritt verlangt wird. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind jedoch Reisende aus Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien, sofern sie nicht mit dem Flugzeug reisen. Diese Regel gilt auch für Grenzgänger, die beim Überqueren der Grenze kein zusätzliches Dokument vorlegen müssen. Zusätzlich müssen Reisende, die älter als 12 Jahre sind und mit dem Flugzeug in die Schweiz kommen, einen negativen PCR COVID-19-Test vorlegen, der nicht mehr als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wird. Auch diejenigen, die mit Bus, Bahn oder Auto anreisen, müssen einen solchen negativen Test durchführen, wenn sie sich in einem Land mit einem erhöhten Infektionsrisiko befunden haben.

 

Grenzgänger ausgenommen

Wie bereits erwähnt, sind Grenzgänger, Personen die über eine G-Bewilligung verfügen und im Sinne des Staatssekretariats für Migration (SEM) „Ausländer, die in einer Grenzzone ansässig sind und in der benachbarten Grenzzone der Schweiz erwerbstätig sind“, Sie müssen keine neuen Einschränkungen für Reisende befolgen. Diese Entscheidung wurde aufgrund der Tatsache getroffen, dass Grenzgänger für die Schweizer Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung sind. Gerade jetzt, wo es aufgrund der Pandemie, Lockdowns und des überbewerteten Euro Franken Wechselkurses vor vielen Herausforderungen steht, während das Schweizer BIP sinkt.

Grenzgänger im Gesundheitswesen

Grenzgänger sind auch diejenigen, die häufig an vorderster Front gegen die COVID-19-Pandemie kämpfen. In Genf wird jeder vierte Arbeitsplatz von Grenzgängern Mitarbeitern besetzt, und 60 Prozent der Krankenschwestern an Universitätskliniken pendeln aus dem Ausland, wobei 9 Prozent der Ärzte Grenzgänger sind. Der Sprecher des Genfer Universitätsklinikums HUG gab an, dass rund 3.200 von 5.200 Betreuern aus Frankreich zur Arbeit pendeln. Dies ist nicht ein isolierter Fall und viele Krankenhäuser funktionieren ohne Grenzgänger nicht ordnungsgemäss. Im Tessin pendeln 500 Krankenschwestern und 120 Ärzte aus Italien, um im Gesundheitssektor zu arbeiten. In Basel, das sowohl an Deutschland als auch an Frankreich grenzt, kommen täglich rund 2.000 Grenzgänger aus beiden Ländern, um in Schweizer Krankenhäusern zu arbeiten. Die Behörden sehen deutlich, dass ein Verlust ausländischer Arbeitskräfte eine enorme Krise in den Schweizer Krankenhäusern verursachen würde.

 

Wesentlich für die Wirtschaft

Offensichtlich sind Grenzgänger auch in anderen Schweizer Branchen beschäftigt, hauptsächlich in der Bau-, Restaurant- und Hotelbranche. Generell sind in der Schweiz mehr als 332.000 Grenzgänger beschäftigt, davon rund 125.000 nur in der Region um den Genfer See, die sich aus den Kantonen Waadt und Genf zusammensetzt. Weitere 70.000 Grenzgänger sind in der Nordwestschweiz beschäftigt, die an Deutschland und Frankreich grenzt, und 68.000 Mitarbeiter pendeln von Italien in den benachbarten Kanton Tessin. Aus diesem Grund wurden den Grenzgängern nicht nur jetzt, sondern auch zuvor während der ersten Welle von COVID-19 im Frühjahr 2020 aufgrund der Pandemie keine Beschränkungen auferlegt, um ihnen die tägliche Arbeit zu erleichtern.

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