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Grenzgänger und Immobilienkauf in der Schweiz. Wie geht das?

Grenzgänger und Immobilienkauf in der Schweiz. Wie geht das?

07 April 2021

Grenzgänger sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Schweiz. Viele Arbeitnehmer pendeln täglich aus den Nachbarländern zur Arbeit. Können sie Immobilien in der Schweiz kaufen, um zu investieren oder in die Schweiz zu ziehen?

 

Grenzgänger in der Schweiz

Grenzüberschreitende Arbeitnehmer kommen hauptsächlich aus Frankreich, Italien und Deutschland in die Schweiz und sind in vielen Branchen beschäftigt, von Hotels und Restaurants bis hin zu Banking oder Fintech. Einige Branchen sind stark auf grenzüberschreitende Mitarbeiter angewiesen, beispielsweise das Gesundheitssystem. In Zahlen ausgedrückt waren 2019 in der Schweiz 325.000 Grenzgänger beschäftigt. Die Mehrheit von ihnen kommt aus Frankreich - 177.000, der Rest aus Italien, rund 76.000, und Deutschland - 60.000. Letztes Jahr waren diese Zahlen definitiv niedriger, aber die Situation war alles andere als normal. Viele Grenzgänger arbeiteten fern und pendelten aufgrund der COVID-Pandemie und der Reisebeschränkungen nicht mehr in die Schweiz.

 

Arbeitnehmerrechte bei Grenzgängern

Wer aus Nachbarländern, die zu den Ländern der Europäischen Union gehören, zur Arbeit in die Schweiz pendelt, nutzt die G-Erlaubnis, um arbeiten zu dürfen. Eine solche Erlaubnis gibt ihnen das Recht, jeden Tag Grenzen zu überschreiten. Auch als die Grenzen wegen der Sperrung geschlossen wurden, konnten die Inhaber von G Bewilligungen weiterhin in die Schweiz pendeln. Grenzgänger haben auch andere Rechte wie die Krankenversicherung an ihrem Arbeitsplatz und das Recht, sich in der Schweiz gegen COVID impfen zu lassen, wenn sie dies wünschen. In einigen Fällen können grenzüberschreitende Mitarbeiter auf vorteilhafte Steuerregelungen zählen.

 

Kauf einer Immobilie als Grenzgänger

Können Inhaber von G Bewilligungen eine Immobilie in der Schweiz kaufen? Grenzgänger dürfen nicht in das Land ziehen, diese G-Erlaubnis gibt ihnen nur ein Recht, hier zu pendeln, nicht dauerhaft zu leben. Daher ist der Kauf einer Wohnimmobilie für grenzüberschreitende Arbeitnehmer nicht sinnvoll. Natürlich können sie eine Immobilie nur als Teil ihres Eigenheims für Tage kaufen, an denen sie in der Schweiz arbeiten, oder als Ferienhaus. Wenn es darum geht, die Immobilie zu kaufen, um unter der Woche zu leben, um nicht jeden Tag pendeln zu müssen, oder um in den Ferien zu bleiben, ist dies zulässig, solange sich die Immobilie in der Nähe des Arbeitsplatzes eines Grenzgängers befindet und mit diesem verbunden ist seine oder ihre Arbeit. Zum Beispiel kann die Immobilie nicht einmal teilweise vermietet werden, da dies bedeuten würde, dass der Kauf getätigt wurde, um Geld zu verdienen und nicht um das Leben zwischen zwei Ländern aufzuteilen.

 

Was ist vor einem Immobilienkauf zu beachten?

Für den Kauf von Immobilien benötigen Grenzgänger keine zusätzlichen Genehmigungen oder Bewilligungen, solange die Immobilie weniger als 1.000 Quadratmeter hat. Für grössere Objekte ist eine besondere Genehmigung der kantonalen Behörden erforderlich. Vor dem Kauf sollten Grenzgänger auch den finanziellen Aspekt einer Transaktion berücksichtigen. Die meisten Schweizer Banken vergeben keine Hypothek an Grenzgänger, einige jedoch nur zur Finanzierung eines Kaufs von Schweizer Immobilien. Einige Schweizer Banken setzen voraus, dass ein Grenzgänger ein Einkommen in der Schweiz oder in Schweizer Franken haben muss, um eine Hypothek beantragen zu können. Wenn Gehälter in anderen Währungen Geld verdienen, sollte man bei der Finanzierung des Kaufs auch die Auswirkungen des Euro Franken Wechselkurses berücksichtigen.

 

In Immobilien investieren

Eine Investition in Immobilien in der Schweiz kann eine gute Idee sein, da die Preise stabil sind und von der Pandemie nicht stark betroffen waren. Grenzgänger mit G- Bewilligung dürfen jedoch nicht in Immobilien investieren.

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