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Geschäftsbanken schneiden nicht schlecht ab - trotz Negativzinsen

Geschäftsbanken schneiden nicht schlecht ab - trotz Negativzinsen

12 September 2019

Die Geschäftsbanken schlagen sich angesichts der negativen Zinssätze, die zum Beispiel die Aktienmärkte stark beeinflussen, nicht schlecht. Die Schweizer Banken verzeichneten 2018 ein höheres operatives Ergebnis, obwohl die verwalteten Vermögen etwas zurückgingen. Bedenken für die Zukunft bestehen jedoch aufgrund der globalen Wirtschaftslage.

Negative Zinsen, die den Markt beeinflussen

Da der Negativzins anhält und die Schweizerische Nationalbank zu verhindern versucht, dass der Schweizer Franken gegenüber anderen Währungen überbewertet wird, wird die wirtschaftliche Lage der Geschäftsbanken in der Schweiz voraussichtlich beeinträchtigt. Die Gewinnmargen der Banken werden durch die negativen Zinsen stark beeinflusst. Es gibt wenig Handlungsspielraum und es bleibt ihnen oft die einzige Möglichkeit - die Negativsätze an ihre Kunden weiterzugeben. Wie der Bericht des Bankenbarometers 2019 im vergangenen Jahr insgesamt zeigt, haben die Finanzinstitute aufgrund negativer Zinssätze 2 Mrd. Franken verloren.

Das Betriebsergebnis für 2018

Bislang scheint es den Geschäftsbanken jedoch gelungen zu sein, sich trotz negativer Zinssätze recht gut zu behaupten. Die Finanzergebnisse des letzten Jahres für den Markt zeigen, dass die Banken weiterhin Gewinne verbuchten. Insgesamt stieg der Betriebsertrag aller in der Schweiz zugelassenen Geschäftsbanken gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 65,3 Mrd. Franken. Der konsolidierte Gewinn stieg um 17,3% auf CHF 11,5 Milliarden. Aus diesen Daten geht hervor, dass es den Privatbanken während der Finanzkrise wesentlich besser geht als 2008.

Assets under Management

Nicht so prächtig waren die verwalteten Vermögen - deren Wert ging im vergangenen Jahr um 4,8% auf den Gesamtwert aller Banken von 6 943 Mrd. Franken zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Rückgang der Aktienmärkte Ende 2018 zurückzuführen. Dies bedeutet, dass die verwalteten Vermögenswerte geringer waren. Ein Drittel des verwalteten Vermögens stammt aus dem Ausland. Ausländische Anleger schätzen die Schweiz nach wie vor sehr und das Land steht bei der Verwaltung ausländischer Vermögenswerte an der Weltspitze. Es hat einen Anteil von 27% an diesem Markt.

Einlagen von Ausländern

Ausländer glauben nach wie vor sehr an den Schweizer Bankensektor und lassen sich von internen Bankenskandalen oder gar multinationalen Gerichtsverfahren (wie UBS in Frankreich) nicht beeindrucken. Investoren aus dem Ausland kaufen gerne Schweizer Franken als Safe-Haven-Anlage und legen auch gerne in der Schweiz Einlagen auf. In den letzten fünf Jahren - von 2013 bis 2018 - stieg das Gesamtvolumen der Auslandsaktiva bei Schweizer Geschäftsbanken von 1'970 Milliarden auf 2'270 Milliarden Franken. Der Rückgang ist nur auf dem europäischen Markt zu beobachten, auf dem das Volumen der Auslandsaktiva um 95 Mrd. Franken abnahm. Der Wert der Einlagen europäischer Kunden stieg jedoch.

Bedenken, was vor uns liegt

Trotz der guten Ergebnisse des vergangenen Jahres bestehen Bedenken hinsichtlich der Zukunft für die Geschäftsbanken. Die weltweite Konjunkturabkühlung und die Wirtschaftskrise in der Eurozone führen zu Spannungen auf dem Markt. Ganz zu schweigen von den laufenden Verhandlungen über den Brexit und den Handelskrieg zwischen China und den USA. Es gibt jedoch einen Bereich, in dem die Banker optimistisch bleiben - die Stabilität der Arbeitsplätze in der Branche. Die Jahre der Umstrukturierung und des Abbaus von Arbeitsplätzen scheinen vorbei zu sein, und es wird erwartet, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze im zweiten Halbjahr 2019 stabilisiert.

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