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EUR dürfte sich gegenüber dem GBP erholen

EUR dürfte sich gegenüber dem GBP erholen

25 October 2019

Diese Woche erreichte der Euro Wechselkurs den tiefsten Stand gegenüber dem britischen Pfund seit fünf Monaten. Experten sagen jedoch eine baldige Erholung voraus, da das Chaos im Zusammenhang mit dem Brexit anhält und das Risiko neuer Wahlen in Grossbritannien besteht, beides Faktoren die dem GBP massiv schaden werden.

Euro vs. Pfund – wurde ein Tiefpunkt erreicht?

Die gemeinsame Währung der Eurozone hatte diese Woche Probleme mit dem Wechselkurs gegenüber dem britischen Pfund – es erreichte den Tiefststand der letzten 5 Monate. Dies geschah, nachdem das britische Parlament beschlossen hatte, das vom britischen Premierminister Boris Johnson vorgeschlagene Brexit-Abkommen zu unterstützen. Mit Blick auf das technische Diagramm in dieser Woche bildete der Euro eine Kerze, was Experten zufolge einen kurzfristigen Tiefpunkt für den Wechselkurs dieser Währung gegenüber dem GBP bedeutet. Als eine solche Bildung das letzte Mal beobachtet wurde, stieg der EUR in der nächsten Woche in diesem Währungspaar um 1%. Gegenwärtig handeln diejenigen, die darauf setzen, dass der Euro bald stärker wird, mit einer Prämie, die Vorteile mit sich bringt.

Schwere Zeiten für das Pfund

Bald dürfte sich der Euro gegenüber dem britischen Pfund erholen, aber nicht nur, weil die technische Analyse dies nahelegt, sondern hauptsächlich aufgrund einer Reihe von Risiken, die den Wechselkurs des GBP beeinflussen werden. Es gibt schwierige Zeiten, in denen der Brexit in die Endphase rückt und die Aussicht auf mögliche Wahlen in Grossbritannien droht. Dies verunsichert Anleger welche bestrebt sind, Euro zu kaufen und Pfund zu verkaufen, da eine Korrektur des Wechselkurses dieser beiden Währungen wird erwartet. Es ist immer noch nicht sicher, welche Art von Brexit-Verlängerung Brüssel anbieten wird, da die entscheidenden Kräfte der Europäischen Union warten, ob es Wahlen in Grossbritannien geben wird oder nicht.

Die Wahlen in Grossbritannien: sein oder nicht sein?

Die EU darauf wartet, dass das Vereinigte Königreich über die Wahlen entscheidet. In der Zwischenzeit behauptet die britische Oppositionspartei Labour, sie hänge von der Unterstützung für Neuwahlen von der EU-Entscheidung ab, so dass die Situation ins Stocken geraten ist. Die Wahlen würden für den 12. Dezember geplant. Frühe Umfragen zeigen, dass die Tory-Partei am ehesten gewinnen kann. Risiken im Zusammenhang mit möglichen Wahlen in Grossbritannien führen dazu, dass Anleger das britische Pfund negativ bewerten. Bald wird der Wechselkurs dies belegen. Gegenüber dem US-Dollar hat das GBP bereits den tiefsten Stand seit einer Woche erreicht. Von Händlern wird erwartet, dass sie sich für eine Short-Position bei GBP oder eine Kürzung bei Long-Positionen entscheiden.

Wichtige Ereignisse demnächst

In den kommenden Wochen wird es verschiedene Ereignisse geben, die die Wechselkurse beeinflussen können, wie zum Beispiel:

• FED-Vorsitzender Jay Powell-Konferenz am 30. Oktober und Entscheidung über die Zinssätze - der Markt erwartet voll und ganz eine Senkung um 25 Basispunkte.

• Entscheidung der Bank of Canada über die Zinssätze am 30. Oktober - voraussichtlich unverändert.

• Zinsentscheidung der Bank of Japan und anschliessende Pressekonferenz am 31. Oktober.

• Wachstums- und Inflationsdaten für die Eurozone werden nächste Woche veröffentlicht.

• Die US-Daten zu persönlichen Ausgaben und Gehaltsabrechnungen werden nächste Woche veröffentlicht.

• Bank of England-Gouverneur Mark Carney hält in Kürze eine Rede zur Geldpolitik.

• Es wird erwartet, dass das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Oli Rehn, und das Vorstandsmitglied Sabine Lautenschlaeger Reden halten.

• Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, wird voraussichtlich auch eine Rede zur Politik der SNB halten.

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