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EUR CHF Wechselkurse fallen, USD legt zu

EUR CHF Wechselkurse fallen, USD legt zu

08 November 2019

Die Wechselkurse von Euro und Franken gingen am Donnerstag und Freitag zurück, nachdem Fortschritte im Handelskrieg zwischen China und den USA einen stärkeren Dollar zu Folge hatten. Zum ersten Mal seit 16 Monaten gibt es Anzeichen für ein Ende des Handelskrieges, nachdem beide Supermächte vereinbart hatten, einige Zölle abzuschaffen.

Euro fällt

Der Euro-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar fiel am Donnerstag und Freitag um 0,2% auf 1,1048 Dollar bzw. 1,1038 Dollar. Dies ist der tiefste Wert seit 3 Wochen - das letzte Mal, als die gemeinsame Währung auf einem solchen Niveau war, war am 15. Oktober. Wie Analysten sagten, ist die Markthaltung gegenüber dem Euro jetzt negativ. Solange die US-Regierung nicht bestätigt, dass einige Tarife wieder eingeführt werden, wird der Eurokurs durch eine Risikostimmung beeinträchtigt, die von Anlegern weltweit geteilt wird.

Safe Haven Assets erleiden Verluste

Wie die Aussichten auf ein Ende des Handelskrieges zwischen China und den USA schienen, erleiden sichere Häfen Verluste bei den Wechselkursen gegenüber dem US-Dollar. Der USD stieg am Donnerstagnachmittag gegenüber dem Yen um 0,3% auf 109,33 Yen, während er am Morgen den Stand von 109,48 Yen erreichte - den höchsten Stand seit fünf Monaten. Auch gegenüber dem Schweizer Franken stieg der USD am Donnerstag - um 0,3% auf 0,9956 Franken, was ein Drei-Wochen-Hoch bedeutet.

AUD, CAD, Yuan Steigern

Die Währung auf der anderen Seite des Konflikts - der chinesische Offshore-Yuan - wurde offensichtlich auch durch die Nachricht unterstützt, dass einige Tarife gestrichen wurden. Der Yuan wurde am Donnerstag mit 6,9834 pro Dollar gehandelt, was einem Höchststand von drei Monaten entspricht und auf dem Weg zu seinem sechsten wöchentlichen Gewinn in Folge war. Australische, kanadische und neuseeländische Dollars gelten als Stellvertreter für das Risiko, und daher nahmen sie alle zu, da die Risikobereitschaft nach vielen schwächeren Wochen anstieg. Der AUD legte gegenüber dem US-Dollar um 0,3% zu. Gegenüber dem Korb der Hauptwährungen stieg der Dollar im Allgemeinen um 0,2% auf 98,128 Punkte.

Handelsgespräche

China und die USA einigen sich bislang nur darauf, einige Tarife wieder ausser Kraft zu setzten, wenn die erste Phase des Handelsabschlusses abgeschlossen ist. Der Weg zum Frieden ist also noch weit, aber selbst so kleine Fortschritte haben die Märkte beflügelt. Handelsgespräche bedeuten eine unterstützende Haltung für den US-Dollar und auch für riskante Vermögenswerte und Aktien. Das enorme Risiko für den Markt aufgrund der Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China wird beseitigt, und daher scheinen die Anleger bestrebt zu sein, wieder Geld in riskante und vorteilhaftere Vermögenswerte zu stecken. Einiges an Skepsis bleibt jedoch bestehen, da es noch nicht sicher ist, ob die Handelsgespräche weiterhin erfolgreich sind und somit tatsächlich einige Zölle abgeschafft werden sollen.

Investoren wollen Dollar kaufen, keine Häuser

In Zeiten hoher geopolitischer Unsicherheit kauften Investoren Häuser oder Vermögenswerte, um um deren Wert sicherzustellen. Wenn jetzt Gespräche zwischen zwei Supermächten geführt werden, ist der Risikomodus eingeschaltet: Investoren kaufen US-Dollar und entscheiden sich, weder für den Kauf von Euro noch Schweizer Franken, was bedeutet, dass die US-Wirtschaft davon profitiert. In den letzten Tagen war der Trend zum Verkauf von Schweizer Franken oder Yen zu beobachten, da das Geld in Anlagen mit höherer Rendite verschoben wird. Analysten behaupten jedoch, dass eine solche Stimmung nicht ewig anhält und der Optimismus für den USD irgendwann nachlassen wird - sein Wechselkurs dürfte sich im nächsten Jahr abschwächen. Es sei denn, es gibt einige sehr gute globale Daten, die den USD weiter unterstützen könnten.

exchangemarket.ch
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