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EUR auf dem Vormarsch nach der EZB-Konferenz

EUR auf dem Vormarsch nach der EZB-Konferenz

11 September 2020

Der Euro-Wechselkurs stieg am Freitag zum zweiten Mal in Folge nach der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Der Wechselkurs von EUR / CHF stieg ebenfalls.

Der Wechselkurs des Euro steigt weiter
Am Freitag stieg der Wechselkurs des Euro um 0,4% auf 1,1863 Dollar, als er am Vortag 1,1917 Dollar erreichte, den höchsten Punkt seit acht Tagen. Zusätzlich stieg der EUR / CHF um 0,3% auf 1,0787. Der Index, der die USD-Performance gegenüber anderen Hauptwährungen misst, ging um 0,2% auf 93,12 zurück. Generell steigt der Euro in diesem Jahr bisher um 6%, und der höchste erreichte Punkt lag bei 1,2014 Dollar. Sowohl der gute Euro-Wechselkurs am Donnerstag als auch am Freitag ist wohl eine Folge der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Am Donnerstag stieg der Euro stark an, aber am Freitag kam die Korrektur von 1,19 zurück, was bedeuten könnte, dass der Verkauf von Dollar an seine Grenzen stieß.

Pressekonferenz der EZB
Laut dem Chefökonomen der EZB könnte ein starker Euro den Preisdruck weiter dämpfen. Ein überbewerteter Euro kann sich auch negativ auf den Export auswirken, auf den die Wirtschaft der Eurozone in hohem Maße angewiesen ist. Dennoch zielt die EZB nicht auf den Wechselkurs des Euro ab. Während der Pressekonferenz am Donnerstag erklärte die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, dass die Bank zwar den Wechselkurs des Euro beobachtet, jedoch in keiner Weise eingreift, da es sich nicht um ein geldpolitisches Instrument handelt. Die Märkte haben aus ihren Kommentaren verstanden, dass die EZB wahrscheinlich keine Maßnahmen ergreifen wird, um den Euro-Preis zu schwächen, selbst wenn ihre jüngsten Gewinne möglicherweise nicht so gut für die Wirtschaft sind. Dies kann Anleger zum Kauf von Euro motivieren, was den Wechselkurs weiter steigern kann. Experten gehen davon aus, dass die Kommentare von Lagarde bedeuten, dass die EZB beschlossen hat, den stetigen Anstieg des Euro-Wechselkurses zu untersuchen und nach Analyse zum Schluss kam, dass diese Aufwertung der wirtschaftlichen Situation entsprach. Daher müssen keine Maßnahmen ergriffen werden.

Preise bleiben unverändert
Darüber hinaus hat die EZB am Donnerstag erwartungsgemäß ihre Zinssätze auf dem gleichen Niveau gehalten. Die wirtschaftlichen Aussichten für die Eurozone für 2020 wurden leicht angehoben. Die neue Prognose sieht einen Rückgang des BIP um 8% im Jahr 2020 anstelle des zuvor prognostizierten Rückgangs um 8,7% vor. Die geschätzten Daten für 2021 und 2022 wurden nur geringfügig überarbeitet.

Was macht den Euro so stark?
Der Euro ist aus den richtigen Gründen stark, deshalb zeigt die EZB keine Bedenken hinsichtlich ihrer Aufwertung. Auswirkungen auf den guten Wechselkurs der einheitlichen Währung sind: Verbesserung des Wirtschaftswachstums, Fortschritte in der Region mit fiskalischen Anreizen sowie eine relativ begrenzte COVID-19-Pandemie. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass die EZB nicht viel tun kann, um den Euro-Preis zu schwächen. So niedrig die Zinssätze auch sein mögen, das Kreditprogramm ist in Kraft, ebenso wie ein beträchtliches Programm zum Kauf von Vermögenswerten. Was kann man sonst noch tun, um einzugreifen? Die EZB hat keine anderen Maßnahmen.

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