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Erste Gehaltserhöhungen in der Schweiz seit drei Jahren

Erste Gehaltserhöhungen in der Schweiz seit drei Jahren

28 October 2019

Zum ersten Mal in drei Jahren wird für 2020 in der Schweiz ein Anstieg der Reallöhne erwartet - um 1,1% vor der Inflation und 0,9% unter Berücksichtigung der Inflation. Sicherlich wird es die Position der Schweiz auf der Liste der Länder mit den bestbezahlten Arbeitnehmern weltweit weiter festigen.

Endlich ein Aufstieg

Zum ersten Mal seit drei Jahren werden die Schweizer Angestellten - sowohl inländische als auch Grenzgänger - einen Anstieg der Reallöhne verzeichnen. Dies sind die Ergebnisse der Umfrage unter Unternehmen im Land. Prognosen zufolge erhalten die Arbeitnehmer im Durchschnitt 1,1% mehr Löhne, was unter Berücksichtigung der Inflation einen realen Anstieg der Löhne um 0,9% bedeutet. Die Umfrage wurde von Lohntendenzen.ch, einem auf die Analyse von Gehaltsentwicklungen in der Schweiz spezialisierten Webportal, durchgeführt und von der Zeitung NZZ am Sonntag am vergangenen Sonntag gemeldet.

Welche Unternehmen zahlen am meisten?

Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die es Mitarbeitern ermöglichen, am Gewinn teilzunehmen, in diesem Jahr eine Rekordsumme vergaben. Die 20 grössten Unternehmen der Schweiz haben zusammen eine Rekorddividende von 40 Milliarden Franken ausgeschüttet. Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Unternehmenserfolg wird laut Andreas Kühn, Autor der Schweizer Lohnstudie, zum Trend. Unternehmen sind bestrebt, Gewinne zu teilen, da sie mehr verdienen - ein gutes wirtschaftliches Umfeld hat zu einem starken Gewinnanstieg bei Schweizer Unternehmen geführt, insbesondere bei den Top-20-Unternehmen. Auslöser für die besseren Löhne ist auch die niedrige Arbeitslosigkeit von nur 2,1%. Zudem profitieren Schweizer Mitarbeitende neben einem besseren Verdienst davon, dass sie länger als je zuvor Urlaub machen und flexible Arbeitszeiten haben, wie die Studie zeigt.

Nicht in jeder Branche gleich

Offensichtlich wird die Erhöhung der Löhne nicht in jeder Branche gleich sein, da alles von der Arbeitslosenquote, der Anzahl der Facharbeiter, den Grenzgängern und den wirtschaftlichen Bedingungen in einer bestimmten Branche abhängt. Der höchste Anstieg der Gehälter wird im IT-Bereich zu verzeichnen sein (1,3%), in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (1,1%) sowie bei Banken und Versicherungsunternehmen (1%). In welchen Branchen sollten Mitarbeiter im nächsten Jahr keine signifikanten Anstiege erwarten? Es wird prognostiziert, dass das Gastgewerbe nur 0,3% mehr Löhne bietet, während die Lehrer einen Reallohnanstieg von durchschnittlich 0,4% erhalten sollen.

Spitzenreiter unter den Gutverdienenden

Die Schweiz gehört seit langem zu den Ländern mit den bestbezahlten Arbeitnehmern (einschliesslich Grenzgängern, die im hierzulande sehr zahlreich sind und die Statistiken erheblich ergänzen), in Europa und weltweit. Die Schweiz ist mit einem Jahreslohn von durchschnittlich 96'000 Franken führend auf dem alten Kontinent und der Zweitplatzierte Dänemark bietet nur 63'021 Franken (je nach Wechselkurs). Die top 3 werden von Norwegen mit einem Durchschnittslohn von CHF 59'713 pro Jahr geschlossen. Die am wenigsten bezahlten Angestellten in Europa sind in Portugal und Griechenland mit nur 22.630 CHF bzw. 25.132 CHF Durchschnittsgehalt pro Jahr. An der Umfrage des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson nahmen 18 europäische Länder teil.

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