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Energiekrise wird Jahre dauern

Energiekrise wird Jahre dauern

25 October 2022

Die Energiekrise wird bleiben – zumindest für einige Jahre, so der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Er behauptet, dass das Problem nicht nur auf den bevorstehenden Winter beschränkt sei.

 

Energiekrise

Die Schweiz steht wie viele andere europäische Länder vor einer Energiekrise. Der bevorstehende Winter kann in Bezug auf die Energiepreise hart werden, und es kann auch zu Engpässen kommen, da Russland die Gaslieferungen einschränkt. Das sind sicherlich schlechte Nachrichten, aber noch schlimmer kommen die Äusserungen des Schweizer Wirtschaftsministers Guy Parmelin, der kürzlich erklärt hat, dass die Energiekrise einige Jahre andauern könnte. Nicht nur dieser Winter wird problematisch, sondern es werden noch weitere kommen, daher ist es wichtig, dass die Schweiz die Produktion von mehr Energie, insbesondere erneuerbarer Energie, sicherstellt und für eine höhere Effizienz in der Energieproduktion sorgt. Analysen zufolge wird die Schweiz auch 2023 und 2024 noch von Gas und Öl abhängig sein. Nach diesen zwei Jahren hängt alles davon ab, wie schnell die Schweiz ihre Produktion ausweiten und unabhängiger von diesen heute immer teurer werdenden und in Europa instabil gewordenen Quellen werden kann.

 

Vorbereitung auf die Krise

Ist die Schweiz auf eine mögliche Energieknappheit und hohe Öl- und Gaspreise vorbereitet? Viele behaupten, dass dies nicht ausreicht. Tatsächlich seien die Risiken einer Energiekrise laut Parmelin von der Regierung unterschätzt worden: «In den letzten Jahrzehnten war die Schweiz zu sehr auf Energieimporte angewiesen.» Bundesrat hatte eine Kampagne zum Energiesparen gestartet und die ersten Ergebnisse waren zufriedenstellend. Er fügte hinzu: „Die Öffentlichkeit wurde auf das Problem aufmerksam gemacht. Die Energiepreise sind immer noch hoch.“ Was wurde im Hinblick auf mögliche Energieknappheit getan? Parmelin teilte mit, dass eine Verordnung für Gas in Kraft sei, während für Strom niemand solche Probleme vor Ende März vorhergesagt habe. Verordnungen für Strom sollen jedoch bis Ende November erfolgen. Die Regierung strebe an, die Verordnungen wirtschaftsfreundlicher zu gestalten, indem sie über einen längeren Zeitraum mit den Verbänden zusammenarbeite. Später wird der Entwurf verhandelt und die Regierung wird entscheiden, was zu tun ist. Die Schweizer Regierung hat Pläne zur Schaffung von Reservekraftwerken vorgeschlagen, um Engpässe zu vermeiden und die Energieversorgung im Winter zu sichern.

Wirtschaftskrise folgt?

Folgt auf die Energiekrise eine Wirtschaftskrise? Die Schweiz war in den letzten Jahren mit wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, mit der COVID-19-Pandemie, einer höheren Inflation und einem für Grenzgänger sehr guten Wechselkurs des Schweizer Frankens, der jedoch den Export und andere Sektoren beeinträchtigte. Jetzt steht die Energiekrise unmittelbar bevor, und Parmelin befürchtet in der Tat, dass dies zu einer weiteren Wirtschaftskrise führen könnte. Vor allem, dass Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, vor einer möglichen Rezession steht. Dies kann enorme Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft haben.

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