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Ein weiterer Schweizer Fintech steht kurz vor dem Erhalt einer behördlichen Lizenz

Ein weiterer Schweizer Fintech steht kurz vor dem Erhalt einer behördlichen Lizenz

16 February 2021

Ein weiteres Schweizer Fintech-Start-up, das versucht, das Zahlungsnetz zwischen Europa und Asien aufzubauen, ist für die Erlangung der Lizenz von der FINMA geschlossen.

Saphirstein erhält Fintech-Lizenz
Saphirstein soll von der Schweizer Regulierungsbehörde FINMA eine Schweizer Fintech-Lizenz erhalten. Mit der Schweizer Fintech-Lizenz können Start-ups Produkte testen und Kunden anmelden, ohne einem langwierigen, umfassenden Regulierungsprozess folgen zu müssen. Die Lizenzobergrenze beträgt 100 Millionen Franken. Saphirstein ist noch nicht in der Liste der von der FINMA zugelassenen Institute aufgeführt, aber wahrscheinlich, weil die Lizenz noch nicht in Kraft ist. Saphirstein plant nicht, die Genehmigung anderer Aufsichtsbehörden einzuholen, aber seine Eigentümer stehen in Kontakt mit Instituten auf der ganzen Welt, einschließlich chinesischer Institute. Darüber hinaus plant das Fintech-Start-up eine vollständige Banklizenz.
Saphirsteins Geschäft
Das Schweizer Fintech-Start-up bietet FIAT-Zahlungen an und plant, auch in das Bitcoin-Geschäft einzusteigen. Das Start-up wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen und wird von CEO Haoning Zhang geleitet, einem Informatiker der ETH, der zuvor bei Avaloq, UBS oder Coutts Private Banks gearbeitet hatte und von Yang Lan geleitet wurde, ebenfalls mit früheren Karrieren bei UBS und Coutts Banks. Das Fintech-Start-up plant den Aufbau eines Benutzer-zu-Benutzer-Zahlungsnetzwerks, das Kunden in Asien und Europa miteinander verbindet und auch Händlern zur Verfügung steht. Die Zahlungs-App Fiat24 soll im Frühherbst gestartet werden. Zu den ersten Investoren des Start-ups zählen der internationale Zweig der China Merchant Bank und Fenbushi, ein in Shanghai ansässiges Risikokapitalunternehmen, das sich mit Blockchain-Investitionen befasst. Fintech strebt zusätzliche Mittel an.
Nur zweite Lizenz in 13 Monaten
Saphirstein ist erst das zweite Start-up, das seit 13 Monaten eine FINMA-Fintech-Lizenz erhalten hat. Die Schweizer Regulierungsbehörde hat dieses Programm für Fintech-Unternehmen eingeführt, um ihre Fortschritte zu unterstützen. Die erste war die Digitalbank Yapeal. Nicht viele Unternehmen erhalten die Auszeichnung, wenn man bedenkt, dass die Aufsichtsbehörde von Singapur gleichzeitig vier Lizenzen an digitale Banken vergeben hat. Ein von Facebook unterstütztes Zahlungsprojekt, Deim, früher bekannt als Libra, wartet auf die Genehmigung der FINMA, um eine Lizenz zu erhalten, nachdem sie im April letzten Jahres einen Antrag gestellt hat.
Projekt Helvetia
Inzwischen fördert nicht nur die FINMA die Fintech-Niederlassung im Land, da die Schweizerische Nationalbank intensiv an dem Projekt für digitale Währungen gearbeitet hat. Zusammen mit Partnerorganisationen gab die SNB Ende letzten Jahres bekannt, dass sie erfolgreiche Experimente durchgeführt hat, um zu verstehen, wie digitale Währungen im traditionellen Finanzsystem funktionieren können. Die Arbeiten werden im Rahmen des Projekts Helvetia durchgeführt, das die SNB, den Betreiber SIX und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich miteinander verbindet. Das bestehende Interbank-Zahlungssystem wird mit einem verteilten Hauptbuch verbunden, da auch die Ausgabe digitaler Währungen auf der Plattform basierend auf Blockchain getestet wurde. Das Ziel der Schweizer Zentralbank ist es, digitale Großhandelswährungen nicht auszugeben.

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