
Dollar steuert auf wöchentlichen Rückgang zu, da Wetten auf Zinssenkungen der Fed zunehmen; Schweizer Franken bleibt stark
November 27, 2025Der Dollar-Index fiel von einem jüngsten Sechsmonatshoch zurück und lag am Tag leicht im Plus, war jedoch für die Woche insgesamt rund ein halbes Prozent im Minus. Mit den wegen Thanksgiving geschlossenen US-Märkten und einer geringen Liquidität hatten selbst kleine Kapitalflüsse überproportional große Auswirkungen auf die täglichen Kursbewegungen.
Strategen bemerkten, dass der politische Druck in Washington auf niedrigere Zinsen die Markterwartungen weiterer Zinssenkungen in den kommenden Quartalen verstärke. Die Einschätzungen zum mittelfristigen Dollar-Ausblick bleiben jedoch geteilt: Einige verweisen auf die schmaler werdenden Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa, andere betonen die anhaltende Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft.
Euro und Schweizer Franken: Friedensgespräche und sichere Häfen
Der Euro gab um 0,13 Prozent auf 1,1581 US-Dollar nach, nachdem er zuvor ein Eineinhalb-Wochen-Hoch von 1,1613 erreicht hatte. Händler beobachteten aufmerksam die Entwicklungen rund um mögliche Friedensgespräche in der Ukraine. Jeder glaubhafte Fortschritt bei einem Abkommen dürfte die Gemeinschaftswährung stützen, da geopolitische Risikoaufschläge in Europa sinken würden.
Beim Schweizer Franken bleibt der Fokus auf seiner Rolle als klassischer „sicherer Hafen“. Der Dollar fiel kurzzeitig auf ein Wochentief von 0,8028 Franken, bevor er sich um 0,8060 stabilisierte. Damit liegt USD/CHF am oberen Ende der jüngsten Spanne zugunsten des Frankens. Ein mögliches Friedensabkommen in der Ukraine könnte theoretisch etwas Druck vom Franken nehmen, doch Analysten betonen, dass bislang kaum Anzeichen für eine klare „Friedensdividende“ bestehen – angesichts der anhaltenden Unsicherheit.
Gegenüber dem Euro bleibt der Franken weiterhin relativ stark: EUR/CHF notiert nicht weit entfernt von den Jahrestiefstständen, was bedeutet, dass ein Euro weniger Franken kauft als in ruhigeren geopolitischen Zeiten. Für Grenzgänger und Sparer, die in Schweizer Franken bezahlt werden, bleibt dadurch die Kaufkraft des Frankens beim Umtausch in Euro hoch.
