Dollar fällt, da Handelskonflikte anhalten und die Fed Zinssenkungen signalisiert
October 17, 2025China warf Washington vor, mit seinen Aussagen zu den Exportbeschränkungen für Seltene Erden Panik zu verbreiten, und lehnte die Forderungen des Weissen Hauses nach einer Lockerung der Massnahmen ab. Die Märkte werteten dies als Anzeichen wachsender Spannungen zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt.
„Das dominierende Thema bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China“, sagte Matt Weller, Leiter der Marktanalyse bei StoneX. „Peking scheint den Druck vor dem geplanten Treffen zwischen Präsident Xi und Trump zu erhöhen. Die Frage ist, ob dies nur ein taktischer Schachzug ist oder auf eine echte Entkopplung hinweist.“
Der US-Dollar fiel um 0,49 % auf 0,793 CHF und setzte damit seine Abwärtsbewegung fort, da Anleger inmitten geopolitischer Unsicherheit sichere Häfen suchten. Der Euro stieg derweil um 0,36 % auf 1,1688 USD – ein Ein-Wochen-Hoch – unterstützt durch eine gewisse politische Stabilisierung in Frankreich, nachdem Premierminister Sébastien Lecornu zwei Misstrauensabstimmungen überstanden hatte.
US-Notenbank-Gouverneur Christopher Waller sprach sich für eine weitere Zinssenkung auf der bevorstehenden Sitzung aus und verwies auf gemischte Signale am Arbeitsmarkt. Sein Kollege Stephen Miran befürwortete ebenfalls einen aggressiveren Lockerungspfad für 2025, während das Beige Book der Fed eine Abschwächung des Konsumsund mehr Entlassungen hervorhob.
Der US-Dollar-Index fiel um 0,33 % auf 98,35, während die Renditen von US-Staatsanleihen in der Nähe von Mehrwochentiefs verharrten – die 10-jährige Anleihe lag knapp über 4 %. Analysten wiesen darauf hin, dass auch die anhaltende Gefahr eines Regierungsstillstands in den USA die Währung zusätzlich belasten könnte.
„Die Märkte sind im Grunde zwischen zwei Ängsten blockiert: einem langen Regierungsstillstand in den USA und zunehmenden Spannungen mit China“, erklärte Weller. „Diese Kombination hält die Händler vorsichtig und den Dollar unter Druck.“
Andernorts legten sowohl der japanische Yen als auch der australische Dollar leicht zu, während der chinesische Yuanauf ein Zwei-Wochen-Hoch stieg, nachdem die Zentralbank den stärksten täglichen Referenzkurs seit einem Jahrfestgelegt hatte.
Für Schweizer-Franken-Händler bleibt das USD/CHF-Paar ein Gradmesser des globalen Risikoappetits. Sollte die dovische Haltung der Fed anhalten und sich die politische Instabilität in Europa verschärfen, könnte der Frankenseine Gewinne behalten oder weiter aufwerten – sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro – in den kommenden Wochen.
