menuclose

News

News
Die SNB hält die Zinssätze unverändert

Die SNB hält die Zinssätze unverändert

19 March 2020

Die Schweizerische Nationalbank belässt die Zinssätze bei minus 0,75% und kündigte gleichzeitig Pläne an, die Wirtschaft zu unterstützen und es den Banken zu erleichtern, Kredite an Unternehmen zu vergeben indem der Negativzins-Freibetrag erhöht wird und somit die Liquidität.

Zinssätze unverändert

Am Donnerstag hat die Schweizerische Nationalbank angekündigt, die Zinssätze unverändert bei minus 0,75% zu halten. Die Bank kämpft darum, den CHF Wechselkurs stabil zu halten, da viele Anleger in Zeiten weltweiter Turbulenzen beschliessen, Schweizer Franken zu kaufen, die als sicherer Hafen gelten. Zu den getroffenen Massnahmen gehört das Drucken von mehr Franken, um Euro und andere Fremdwährungen zu kaufen. Massnahmen anderer Zentralbanken wie der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of England haben es der EZB jedoch schwer gemacht, einen stabilen CHF Wechselkurs  sicherzustellen. Die Medien haben vorgeschlagen, dass sich die SNB aktiv an der Gewährleistung eines Finanzhilfepakets von bis zu 100 Mrd. CHF beteiligen wird, doch die Beamten der Bank haben diese Berichte nicht kommentiert.

Wirtschaft helfen

Die SNB erklärte jedoch, sie sei bestrebt, gemeinsam mit dem Bundesrat die Wirtschaft zu unterstützen. Das Schweizer Geschäft hat mit so vielen Geschäften zu kämpfen, dass die Dienstleistungen mindestens bis zum 19. April geschlossen sind. Das bisher angekündigte 10-Milliarden-Franken-Hilfspaket reicht möglicherweise nicht aus. Die Regierung ist jedoch durch die gesetzliche Schuldenbremse eingeschränkt, wie viel Schulden sie gleichzeitig verwenden kann, selbst in Notsituationen. Aus diesem Grund haben viele Institute, darunter das KOF Swiss Economic Institute, die SNB aufgefordert, Notgeld aus ihren Reserven zu geben. Das letzte Mal war eine solche Situation in der Finanzkrise 2007-2008.

Banken helfen

Die SNB hat beschlossen, einige Beschränkungen für Geschäftsbanken zu lockern, und weitere Massnahmen in dieser Angelegenheit könnten folgen. Die Bank hat die Schwelle angehoben, ab der Schweizer Geschäftsbanken negative Zinsen für Bargeld bei der Zentralbank berechnet werden. Ab dem 1. April können sie 30-mal mehr als ihre Mindestkapitalreserven bei der SNB in ​​sogenannten Sichteinlagen speichern, bevor sie belastet werden. Zuvor war das Limit das 25-fache der Mindestkapitalreserve.

Zusammenarbeit mit anderen Zentralbanken

Die SNB arbeitet mit anderen Zentralbanken wie der FED zusammen, um den Fluss von US-Dollar zum Wechselkursmarkt sicherzustellen, wie bereits am Sonntag angekündigt wurde. Andere Zentralbanken ergreifen andere Massnahmen, um der Wirtschaft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zu helfen. Die FED hat die Zinssätze auf nahezu Null gesenkt und angekündigt, die Wirtschaft mit 700 Milliarden Dollar zu unterstützen. In der Zwischenzeit wird die EZB im Rahmen des gerade gestarteten Pandemic Emergency Purchase Program zusätzliche Anleihen im Wert von 750 Milliarden Euro aufnehmen. Die Bank of England plant, so viel Geld wie nötig in die britische Wirtschaft zu pumpen, die nicht nur wegen des Coronavirus zu kämpfen hat, sondern nach dem Brexit immer noch fragil ist.

Weitere Interventionen auf dem Devisenmarkt

Die SNB plant weitere Interventionen am Devisenmarkt, um eine Überbewertung des CHF Wechselkurs zu verhindern. Im vergangenen Jahr wurden die Interventionen auf 13,2 Milliarden Franken erhöht, sechsmal mehr als 2018. Wie einige Daten aus diesem Jahr zeigen, hat die SNB verstärkt auf dem Devisenmarkt eingegriffen, um dem steigenden Preis von CHF 13,2 Milliarden im Wege zu stehen CHF.

exchangemarket.ch
exchangemarket.ch