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Die Schweiz ist nach der CS-Krise keine Bankennation mehr

Die Schweiz ist nach der CS-Krise keine Bankennation mehr

April 25, 2023

Keine Bankennation mehr


Die Krise der Credit Suisse, die mit der schnell arrangierten und von der Schweizerischen Nationalbank unterstützten Übernahme durch die UBS endete, hat Folgen für die Schweizer Wirtschaft. Laut der Zeitung "Blick", einer prominenten Schweizer Publikation, wird diese Fusion die Bedeutung des Bankensektors für die Schweizer Wirtschaft weiter schmälern. Schon jetzt ist der Anteil des Bankensektors am Bruttoinlandsprodukt auf weniger als 5 % geschrumpft, während er vor der globalen Finanzkrise noch bei 8 % lag. Dies bedeutet eine enorme Veränderung in der Schweizer Wirtschaftslandschaft. Kürzlich wurden auch Stimmen laut, dass der Ruf des CHF aufgrund der Krise gelitten hat und er nicht mehr als sichere Währung angesehen wird. Viele Ökonomen sind jedoch der Meinung, dass die Anleger in Krisenzeiten weiterhin Schweizer Franken kaufen werden, was dem Wechselkurs zu einem hohen Niveau verhilft.

Andere Branchen wichtiger


Laut Blick tragen andere Branchen heute mehr zur Schweizer Wirtschaft bei. "Das Wachstum findet jetzt in anderen Branchen statt", sagte Alexander Rathke, Ökonom der KOF an der ETH Zürich, in einem Interview mit Blick. Die Gesamtbedeutung des Bankensektors für die Schweizer Wirtschaft wurde inzwischen von der chemischen und pharmazeutischen Industrie überholt, die nun rund 6,3 % des BIP ausmacht. Unternehmen wie die Roche Holding AG, die Novartis AG und die Lonza Group AG sind die bekanntesten der Schweizer Pharmaindustrie. Diese Industrie wächst jährlich um 5,9 %, hauptsächlich dank der Einnahmen dieser Giganten. Auch die Schweizer Luxusuhrenindustrie war in letzter Zeit in guter Verfassung. Sie verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen beispiellosen Boom bei der Nachfrage nach ihren Produkten. Der Export von Uhren aus der Schweiz hatte im Jahr 2022 einen Wert von rund 24,8 Milliarden Franken. Unterdessen tragen die Schweizer Versicherungsunternehmen mit ihrem Wachstum rund 4,1 % zum Schweizer BIP bei. Einen großen Anteil an der Wirtschaftsleistung haben auch die Rohstoffhandelsriesen wie Vitol SA, Glencore Plc und Cargill Inc. Sie tragen heute rund 8,5 % zum BIP der Schweiz bei.  

Bankensektor in Stagnation


Während der Pharma- oder Chemiesektor floriert, stagniert der Bankensektor bestenfalls oder ist sogar rückläufig. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft haben die Schweizer Banken im Jahr 2021 eine Wertschöpfung von 36,4 Milliarden Schweizer Franken (rund 40,8 Milliarden Dollar nach dem letzten durchschnittlichen Wechselkurs) erzielt.

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