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Die Schweiz behält das AAA-Rating von Fitch

Die Schweiz behält das AAA-Rating von Fitch

27 July 2020

Fitch hat das Schweizer Rating nicht geändert und damit das höchste AAA beibehalten und das obwohl die COVID-19-Pandemie einen erheblichen Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft hat. Des Weiteren könnte die Schweiz von den USA als Währungsmanipulator eingestuft werden.

Fitch Rating

Die Schweiz hat ihren von Fitch vorgegebenen AAA-Economy-Score beibehalten, nachdem die Agentur die "diversifizierte Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung" des Landes lobte. Hinzu kommen gute Rating-Fakten wie eine enorme externe Nettokreditposition, der Status der lokalen Reservewährung mit einem starken Schweizer Franken und hohe Währungskontenüberschüsse. Das BIP und die niedrige Staatsverschuldung spielten ebenfalls eine wichtige Rolle, da es eine der niedrigsten unter allen AAA-Volkswirtschaften ist und die Fitch-Ratingagentur die fiskalische Vorsicht lobt.

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Obwohl die Situation jetzt relativ gut ist, könnte der Schweizer Grossbankensektor eine Bürde sein. Bisher hatte dies keinen Einfluss auf das Rating von Fitch da die hohe Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen laut Ratingagentur eine solide Kreditgrundlage sind. Obwohl die Auswirkungen von COVID-19, die laut Fitch's Schweiz erheblich sind und sich auf die Wirtschaft und die Finanzlage auswirken, hat laut Fitch die Schweiz das Zeug dazu gut auf die Krise zu reagieren. Eine solide Ausgangsposition des Landes und institutionelle Rahmenbedingungen bedeuten, dass die wirtschaftliche Erholung auf dem Plan steht und das AAA-Rating nicht untergraben werden muss.

Schweizer Wirtschaft schrumpft

Fitch hat auch prognostiziert, dass das BIP der Schweiz in diesem Jahr um 7% schrumpfen wird, wobei der gesamtstaatliche Haushaltssaldo von einem Überschuss von 1,2% im Vorjahr auf ein Defizit von 8,5% schwanken wird. Die Arbeitslosenquote wird von 2,3% im Jahr 2019 auf 3,7% in diesem Jahr und 4,3% im Jahr 2021 steigen.

Schweiz als Währungsmanipulator?

In einer anderen Nachricht behauptet die UBS, dass die Schweiz wahrscheinlich auf die Liste der US-Währungsmanipulatoren gesetzt wird. Die Schweiz steht derzeit auf einer Überwachungsliste, könnte aber mit dem nächsten Bericht herabgestuft werden. Dies würde die Schweizerische Nationalbank in eine schwierige Lage bringen. Die Schweizer Bank setzt seit Jahren auf Deviseninterventionen, um zu verhindern, dass der Schweizer Franken Wechselkurs zu tief fällt. Jetzt erfüllt die Schweiz alle Kriterien, die die USA für Manipulationen aufgestellt haben: hoher Handel, Überschusskonto und Interventionen in grossem Massstab.

SNB verteidigt Interventionen

Die Schweizerische Nationalbank hat Interventionen auf den Devisenmärkten verteidigt und behauptet, dass es nicht nur wichtig sei, zu verhindern, dass der CHF zu teuer wird, was die Wirtschaft des Landes schädigt, sondern auch, um das Inflationsziel zu erreichen und eine Rezession zu verhindern. Sie behaupten, ihre Politik ziele nicht darauf ab, die Währung künstlich niedrig zu halten, sondern nur zu verhindern, dass sie einen zu starken Wechselkurs hat.

Konflikte vermeiden

Wird die Schweiz wirklich als Währungsmanipulator eingestuft? Viel hängt von den diplomatischen Fähigkeiten der Schweizer Behörden sowie vom guten Willen der USA ab, die möglicherweise keine Schritte unternehmen. Der offene Konflikt könnte vermieden werden, aber die Erfüllung aller drei Kriterien, die die USA für Währungsmanipulatoren festgelegt haben, ist kein gutes Zeichen. Dies könnte in Zukunft zu Unsicherheiten in Bezug auf die Geldpolitik der SNB führen und zu einer erhöhten Volatilität des Wechselkurses des Schweizer Frankens führen.

exchangemarket.ch
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