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Der Euro Franken Wechselkurs und die Wirtschaft

Der Euro Franken Wechselkurs und die Wirtschaft

07 October 2022

Der jüngste rekordverdächtige Wechselkurs des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro gibt der Schweizer Wirtschaft im Kampf gegen die Inflation Auftrieb.

 

Rekordverdächtiger Euro Franken Wechselkurs

In den letzten Monaten ist der CHF-Wechselkurs gegenüber dem Euro stark gestiegen. Der CHF gilt als sichere Währung und erreichte Anfang der Woche nach den kontroversen Wahlen in Italien einen Höchststand von 0,94 Franken gegenüber dem Euro. Auch wenn er seitdem etwas an Wert verloren hat, ist sein Niveau immer noch einer der höchsten seit Einführung des Euro. Ökonomen sehen den Grund dafür im schwächeren Euro als im starken Schweizer Franken. Das Wachstum in der Eurozone hat an Schwung verloren, sogar Anzeichen einer Rezession sind zu erkennen. Dennoch gibt diese Situation der Schweizer Wirtschaft Auftrieb, da sie mit einer – für die Schweiz – hohen Inflation zu kämpfen hat.

 

Inflation verhindern

Die Schweizerische Nationalbank hat kürzlich ihre langjähige Geldpolitik aufgegeben, die darauf abzielt, den CHF daran zu hindern, zu stark zu werden, da ein höherer Frankenpreis dazu beiträgt, den Inflationsdruck zu verringern. Die SNB hat endlich die Zinsen angehoben, die lange Zeit im rekordtiefen negativen Bereich geblieben waren. Experten behaupten, dass der Großteil der Inflation auf Importe zurückzuführen ist, daher senkt der starke Schweizer Franken die Preise für importierte Waren etwas. Dies mag ein Grund dafür sein, dass an den Märkten keine Panik zu beobachten ist wie im Jahr 2015, als der CHF-Wechselkurs sehr hoch war und Exporteure befürchteten, dass die Preise für Export- und Produktionskosten ein sehr hohes Niveau erreichen würden. Heutzutage macht die viel höhere Inflation in der Eurozone als in der Schweiz die CHF-Aufwertung für Erfinder viel weniger problematisch als früher.

 

EUR CHF Kurs als Impuls für Wirtschaft und Tourismus

Schweizer Unternehmen akzeptieren nun den starken CHF, da sie lieber mit einem hohen Wechselkurs leben würden, als sich über Kostendruck von Importeuren oder Lohnerhöhungen durch französische, deutsche Unternehmen Sorgen zu machen. Wenn also der starke CHF den Druck auf die Importe verringert, werden sich Schweizer Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern jetzt nicht beschweren. Im Tourismussektor, der sehr empfindlich auf Wechselkursschwankungen reagiert, ermöglichte der Anstieg des Schweizer Frankens den Unternehmen, die Preise in geringerem Maße zu erhöhen als in den Nachbarländern, wo die Inflation höher ist. Schweizer Hoteliers sind damit wettbewerbsfähiger als ihre ausländischen Konkurrenten. Experten warnen jedoch davor, dass dieser Aufschwung für Wirtschaft und Tourismus nur vorübergehend sein könnte, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Winter entwickelt. Alles hängt vom CHF-Wechselkurs, Wachstum oder Rezession in der Eurozone ab.

ExchangeMarket.ch
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